Gefahrgut-Luftfracht-IATA-DGR

Gefahrgut Luftfracht IATA…”

‚Brandeilige‘ Gefahrgüter werden auch per Luftfracht versendet und befördert. Die Güter jetten dann nach den einschlägigen Regelungen der ICAO-TI / IATA-DGR um die Welt. Für die Beförderung von Gefahrgut per Luftfracht kommen dabei sowohl spezielle Nur- Frachtflugzeuge, als auch sogenannte Kombi- Frachtflugzeuge, welche neben den Passagieren auch größere Mengen an Fracht befördern können, zum Einsatz. Darüber hinaus gibt es Flugzeuge, die innerhalb weniger Stunden oder Tage von einer Passagiermaschine in ein Frachtflugzeug umgebaut werden können.
Auch an Bord von Passagierflugzeugen wird Fracht befördert, meistens als sogenannte »Belly-Fracht« in den Frachträumen des Unterdecks, also unterhalb der Passagierkabine.

Bedingt durch die Corona-Krise wurden große Teile der Flugzeug-Flotten abgestellt. Während die Passage von der Krise hart getroffen wurde, feierte die Nur-Frachtfliegerei eine wahre Renaissance. Ein neuer Trend ist – bedingt ddurch Corona – dass auch Passagierflugzeuge zur Frachtbeförderung eingesetzt werden. Das kann z.B. mit sogenannten CSB (cargo seat bags) geschehen, bei denen die Fracht in zugelassenen Spezial-Säcken auf die (freien) Sitzplätze verladen wird.

 

Luftfracht, Gemini Cargo MD11F

 

Abhängig von der Airline kommen neben Frachtflugzeug-Neubauten auch ältere Baumuster, bzw. »konvertierte« Frachtflugzeuge zum Einsatz. Dabei handelt es sich um nach dem Ende ihrer Nutzungszeit als Passagierflugzeug zum Frachter umgebaute Flugzeuge. Bei solchen Umbauten wird u.a. der Boden auf dem Hauptladedeck verstärkt und eine große Frachtraumtür eingebaut.

Die früher oft in Staatsbesitz befindlichen nationalen Fluggesellschaften wie Lufthansa, British Airways, Air France, Alitalia, Iberia u.s.w. verfügen über einen allgemein hohen Bekanntheitsgrad. Die reinen Fracht-Carrier, die idR keine Passagierflüge durchführen, sind demgegenüber oftmals nur den »Insidern« bekannt: Polar Air, Atlas Air, Kalitta Air, um nur eine kleine Auswahl bekannter Namen zu nennen. Diese Gesellschaften sind teilweise beachtlich groß: Atlas Air besitzt z.B. neben ihrer eher kleinen Passagierflugzeug- Flotte mit knapp dreißig Boeing 747F (“Fracht-Jumbos”) mit die weltweite größte Flotte dieses Typs. Die Polar Air Cargo, an der DHL zu 49% beteiligt ist, fliegt zehn Boeing 747F und zwei Boeing 767F. Kalitta Air (USA) operiert weltweit mit rund fünfzehn Boeing 747F (Stand: Jeweils Jan 2015).

Eine große Frachtflug- Gesellschaft wie die Cargolux transportiert bei einer durchschnittlichen Flotten- Auslastung von ca 70 Prozent pro Jahr ca 659.000 to Fracht und erzielt damit einen Jahresumsatz von rund 1,86 Mrd US Dollar (Geschäftsjahr 2011).

Für die Lufthansa Cargo sind derzeit (Stand: April 2011) verschiedene Frachtflugzeugtypen unterwegs. Das Rückgrat der LH- Frachterflotte bilden seit vielen Jahren die McDonnel Douglas MD-11F (Nutzlast ca 90 to).
Bestellt sind (Stand: Mai 2011) eine Reihe von neuen Frachtflugzeugen des Musters Boeing 777F (Nutzlast ca 102 to, Reichweite ca 9.000 km).

Reine Luftfrachtflugzeuge sind oftmals »Nachttiere«. Ein großer Teil der Frachtflüge findet in den Abend- und Nachtstunden statt.

Passagierflugzeuge nehmen demgegenüber den ganzen Tag über ihre eilige Fracht auf und verbringen sie mit einer Vielzahl ihrer schnellen Verbindung von Ort zu Ort.

Auch die schnellen Produkte im internationalen Paket-, Kurier-, und Expressmarkt (KEP) basieren oftmals auf der Luftfracht. Kleinere Mengen werden von den Dienstleistern auf den regelmäßig verkehrenden Linienmaschinen der bekannten Airlines verladen. Demgegenüber kommen für die großen Paket- und Frachtströme bei einigen der sogenannten »Integrators« aber auch eigene Frachtflugzeuge zum Einsatz.

Der Paketdienst Federal Express (FedEx) avancierte nach der früheren Übernahme der legendären Frachtfluggesellschaft Flying Tigers zur größten Fracht-Airline der Welt. Heute (Stand: April 2011) fliegen weltweit 679 Flugzeuge für FedEx, darunter Großraumtypen (widebody aircrafts) wie die Typen Boeing 777F (und B757F), MD-11F, mittelgroßes Fluggerät wie die dreistrahligen Boeing 727F sowie kleineres Fluggerät für regionale Einsätze, insbesondere in Form von Maschinen des Herstellers ATR.

 

beta_707

 

Der im Jahre 1907 gegründete United Parcel Service (UPS) kaufte 1981 sein erstes Flugzeug. Heute ist UPS eine der größten Fluglinien der Welt und hat nach eigenen Angaben (Stand: April 2011) über 500 Flugzeuge in Betrieb, davon sind rund 220 Maschinen sogenannte “Browntails” i.d. Unternehmensfarben von UPS.

DHL Express operiert mit einer Frachterflotte von zwölf Boeing 777F. Davon werden acht Flugzeuge durch die Tochtergesellschaft AeroLogic betrieben, weitere vier »Triple Seven« sind über die US-amerikanische Frachtfluggesellschaft Southern Airlines in einen RTW-Dienst eingechartert (Stand: April 2012).

Für den besonders sensiblen Bereich der Beförderung gefährlicher Güter im Luftverkehr gelten neben dem Gefahrgutbeförderungsgesetz der Bundesrepublik Deutschland, dem Luftverkehrsgesetz der Bundesrepublik Deutschland und den europäischen EU-OPS die in den Nachrichten für Luftfahrer (NfL) vom Luftfahrt-Bundesamt als der zuständigen Überwachungsbehörde bekanntgemachten Regelungen insbesondere die:
International Civil Aviation Organisation-Technical Instructions (ICAO-TI) und die International Air Transport Association-Dangerous Goods Regulations (IATA-DGR).

Die Gefahrgutbestimmungen im Luftverkehr, insbesondere im Bereich »Gefahrgut Luftfracht« sind aus gutem Grund restriktiv und die Schulungsanforderungen an das Personal anspruchsvoll.

Alpha Gefahrgut Consulting unterhält ein vom Luftfahrt-Bundesamt anerkanntes Schulungsprogramm für die Gefahrgutbeförderung im Luftverkehr nach den Regeln der ICAO-TI (bzw. IATA-DGR).

Ein Gefahrgut-Praxisseminar / Workshop für die Gefahrgutbeförderung im Luftverkehr und ein Air Eligibility Workshop runden das Schulungsangebot im Luftverkehr ab.


Boeing 747 LH FRA

 

Schulungsprogramm
(“Gefahrgut Luft”)
Gefahrgutkurse nach den Regeln der ICAO-TI / IATA-DGR,
vom deutschen Luftfahrt-Bundesamt (LBA) anerkannt,
sind eine Spezialität der Alpha Gefahrgut Consulting.

 

 

Zu den Gefahrgutschulungen

LBA*-anerkannte Gefahrgutschulungen
nach den Regeln der ICAO-TI / IATA-DGR.
(*Luftfahrt-Bundesamt)