Kurzdarstellung der drei gebräuchlichsten Sicherungsmethoden:
1. Blockieren
Beim Blockieren wird das Ladegut formschlüssig auf der Ladefläche festgesetzt. Man
benutzt z.B. Keile oder zwischenraumausfüllendes Zubehör (Stausäcke, Luftsäcke, Leerpaletten etc.). Bei richtiger Ausführung und hinreichend stabilem Fahrzeugaufbau
ist eine ungewollte Bewegung des Ladegutes unter normalen Beförderungsbedingungen ausgeschlossen. In der Praxis sind nicht selten grobe Ausführungsfehler bezüglich der
Form und Nagelung von Keilen und Festlegehölzern zu beobachten. Ein weiterer häufiger Ausführungsfehler: Nageln auf dafür völlig ungeeigneten Fahrzeugböden.
2. Niederzurren
Beim Niederzurren wird das Ladegut durch zusätzlich aufgebrachten Druck auf die
Ladefläche gepresst. Bei richtiger Ausführung werden die Andruckkräfte bzw. Reibungskräfte so hoch, dass ein Verrutschen der Ladung ausgeschlossen wird. Das
Niederzurren ist zurzeit die am häufigsten benutzte Zurrmethode. Sie wirkt auf den ersten Blick einfach, ist jedoch sehr komplex und ohne entsprechendes Training
praktisch nicht beherrschbar. In der täglichen Zurrpraxis sind deshalb nicht selten eklatante Ausführungsfehler zu beobachten.
3. Diagonalzurren
Beim Diagonalzurren wird das Ladegut durch die Zurrmittel auf der Ladefläche
festgehalten (eine formschlüssige Art der Ladungssicherung). Das Diagonalzurren sieht zunächst komplizierter aus, als es tatsächlich ist. Zurzeit wird es vorwiegend zur
Sicherung von schweren Ladegütern (z.B. Baumaschinen, schweren Geräten etc.) benutzt. Doch auch beim Diagonalzurren gilt: Ohne entsprechend gutes Training -
welches notwendiges theoretisches und praktisches Rüstzeug vermittelt - ist die Sicherungsart in der Praxis nicht sicher anwendbar.