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26.Apr.2012

Ladungssicherung, Schulungen

Ladungssicherheit

News 2003

Der Link zu KURIOSEN NEWS aus der Welt des Gefahrgutversandes, der Ladungssicherung und des Transports.

ALPHA GEFAHRGUT NEWS 2003 +++
News aus der Welt des Gefahrgutversandes und der Ladungssicherung.
Die Veröffentlichung aller News erfolgt nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne jegliche Gewähr. Die evtl. Nennung von Bezugsquellen und Preisen erfolgt unverbindlich.
Hier geht es zu den
Alpha Gefahrgut News des Jahres 2002.
 

Air Eligible
Nach der letzten schriftlichen Information der IATA (IATA Dangerous Goods Regulation, 45th edition, effective 1.Jan.2004 – addendum, posted December 2003) ist die Verwendung des »Air Eligible«-Labels freiwillig. Die vorgesehene Verpflichtung zur Markierung entfällt.
Quelle: IATA, Montreal

Verkehrsblatt Nr. 23
Im Verkehrsblatt Nr. 23 vom 15. Dezember 2003 ist u.a. wie folgt veröffentlicht:
Richtlinien zur GGVSE: -RSE-Berichtigung
Änderung betr. SV 640
Gegenzeichnung der multilateralen Sondervereinbarung RID 7/2003 gem. 1.5.1. RID
Bauvorschriften für Tanks (...)
Das Verkehrsblatt ist beim Verkehrsblatt-Verlag in Dortmund erhältlich.
Quelle: Bundesanzeiger Nr. 242 vom 30.Dezember 2003

Kesselwagen in Flammen
Bei einem schweren Eisenbahnunglück in der Nähe von Wien (Himberg) in der Nacht vom 22. auf den 23.Dezember 2003 brach ein Feuer aus. Aus zunächst ungeklärter Ursache waren gegen 02.25 Uhr früh mehrere Kesselwagen eines aus Ungarn kommenden und mit insgesamt ca. 780 Tonnen Methanol beladenen Güterzuges entgleist., teilweise leckgeschlagen und in Brand geraten. Verletzt wurde niemand. Die örtlichen Feuerwehren standen mit ca. 200 Mann – teilweise unter Atemschutz und Schutzanzügen – im Einsatz. Ein Übergreifen der Flammen auf eine nahegelegene Chemiefabrik wurde verhindert. Der Brand war rasch unter Kontrolle, doch die Kesselwagen mussten auch nach Erlöschen des Feuers noch längere Zeit gekühlt werden. Vorsorglich wurden Anwohner evakuiert. Die Eisenbahnstrecke blieb viele Stunden gesperrt. Pendler mussten auf alternative Verkehrsangebote ausweichen. Im Eisenbahn-Fernverkehr kam es zu Umleitungen und Verspätungen. Bahndamm und nahegelegene Schächte wurden auf Kontaminationen überprüft. Man befürchtet, dass an der Unfallstelle verunreinigter Boden abgetragen werden muss.
Quellen: Der Standard, Der Kurier, beide 23.12.2003

Vietnam: Öltanker havariert vor Badestrand
Der unter vietnamesischer Flagge fahrende Öltanker »Cuu Long« lief am 13.Dezember 2003 nahe eines viel besuchten Erholungsstrandes bei Da Nang auf Grund. Zuvor hatte das Schiff in schwerer See seinen Anker verloren. Rettungskräfte, unterstützt von vietnamesischem Militär, begannen damit, ca. 2.000 to. Öl aus dem Schiff umzupumpen. Nach Angaben der Behörden hatte man das auslaufende Öl unter Kontrolle, es wurden vereinzelt Ablagerungen im Wasser entdeckt. Angaben über Umweltschäden konnten nicht gemacht werden.
Quelle: Tiroler Tageszeitung online, 22.12.2003

Frachter verliert Pestizide in der Nordsee
Bei stürmischen Winden und sieben Meter hohen Wellen büßte der Frachter »Andinet« am Sonntag, den 21.12.2003 auf der Nordsee nahe der niederländischen Insel Texel einen Teil seiner Ladung ein. Die niederländische Küstenwache nahm die Suche nach der verlorenen Ladung, die aus 630 Fässern mit giftigen Pestiziden bestand, auf. Auch andere Schiffe meldeten bei dem schweren Wetter verlorene Ladung.
Quellen: Die Tageszeitung, Netzeitung.de, beide 23.12.2003

Schiffskollision auf dem Main
Am Abend des 17.12.2003 kollidierten drei Binnenschiffe, darunter auch ein Tankschiff, auf dem Main bei Offenbach. Die Fahrrinne war für mehrere Stunden gesperrt. Ursache des Unfalls war ein Ruderausfall auf einem der beteiligten Frachtschiffe. Das von den anderen Binnenschiffen in den Unfallhergang einbezogene Tankschiff hatte ca. 800 to. Lösungsmittel geladen und lag festgemacht an einer Gefahrgutumschlagstelle. Menschen wurden bei dem Umfall nicht verletzt. Es gab keine Gewässerverunreinigung.
Quelle: Frankfurter Neue Presse, 19.12.2003

Schwerverkehrskontrolle deckt Mängelquote vom 40 Prozent auf!
Eine Schwerverkehrskontrolle auf der Bundesstraße 235 in Castrop-Rauxel ergab ein erchreckendes Ergebnis: 40 % der kontrollierten Transport waren mangelhaft.
Insgesamt wurden 42 Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen ausgestellt. Ferner gab es sechs kostenpflichtige Verwarnungen und sechs Mängelkarten. Die vom Verkehrsdienst des Polizeipräsidiums nördlich des Europaplatzes durchgeführte Kontrolle ergab u.a. folgende Einzelwertungen: Völlig ungesicherte Gefahrgut-Ladungen, mangelhafte Begleitpapiere, fehlende vorgeschriebene Ausrüstungen, funktionsuntüchtige Sicherheitseinrichtungen, mangelhaftes Reifenprofil, überzogene Lenkzeiten, überhöhte Geschwindigkeiten...
Die parallel prüfenden Beamten des Dortmunder Hauptzollamtes widmeten sich derweil der Bekämpfung der illegalen Beschäftigung. Ergebnis: Sie stellten einen Fahrzeugführer (angeblich Aushilfsfahrer), der Arbeitslosengeld bezieht, jedoch in der Tat in Vollbeschäftigung fuhr. Gefundene Unterlagen gaben Anhaltspunkte auf gleiche Tatsachen bei einer Vielzahl anderer Fahrer derselben Firma. Die Beamten statteten dieser Firma deshalb einen sofortigen „Besuch“ ab. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Ruhr-Nachrichten, 5.12.2003

Rekord-Geldstrafen für illegale Tankreinigungen
Ein bulgarischer Seeschiff-Kapitän ist von einem französischen Strafgericht in Brest zu einem rekordverdächtigen Bußgeld von 200.000 EUR wegen illegaler Tankentleerung und Gewässerverunreinigung mit größeren Mengen Treibstoff und Schmieröl vor der französischen Küste verurteilt worden.
Im November war bereits ein deutscher Kapitän eines Handelsschiffes wegen illegaler Tankreinigung zu einer Geldstrafe von 100.000 EUR verurteilt worden.
Quelle: Ostsee-Zeitung, 17.12.2003

Propangas-Unfall auf der A 38
Am Montag, den 15.12.2003 verunglückte ein mit 10 Tonnen Propangas beladener Lastwagen auf der A 38 hinter der Auffahrt Leinefeld. Das Fahrzeug stürzte um und kam auf den Füllstutzen zum Liegen. Die Autobahn wurde für die erforderlichen aufwändigen Bergungsarbeiten komplett gesperrt. Mittels spezieller Bergungstechnik wie Mobilkränen und textilen Hebemitteln wurde der havarierte Tankwagen am Folgetag geborgen und das Produkt anschließend in ein Ersatzfahrzeug umgepumpt.
Quelle: TLZ.de vom 16.12.2003

Gar nicht “erstklassig”: 230 Kilo Schwarzpulver im Lieferwagen!
Im Raum Basel stoppte die Polizei im Rahmen einer Schwerverkehrskontrolle einen belgischen Lieferwagen, der mit 230 Kilogramm Schwarzpulver beladen war. Das Fahrzeug war für diesen Transport weder zugelassen, noch hatte der Fahrzeugführer die erforderlichen Kennzeichen und Warntafeln am Fahrzeug angberacht. Nach Angaben der eidgenössischen Kantonspolizei hatte das Fahrzeug die explosive Ladung in Basel aufgenommen. Das Ziel des gefährlichen Transportes war Belgien. Unter Polizeibegleitung ging es jedoch entgegen der ursprünglichen Disposition zurück an den Ladeort. Die Polizei leitete Verfahren gegen den Fahrer, den Verlader und den Auftraggeber ein.
Quelle: News.ch vom 11.12.2003

Mit 18.400 Tonnen Öl Grundberührung
Das unter der Flagge der Isle of Man fahrende und mit ca. 18.400 to. Dieselöl beladene doppelwandige Tankschiff »Ekterus« lief vor der dänischen Küste auf Grund. Das Schiff bekam leichte Schlagseite, auslaufendes Öl wurde nicht beobachtet. Das Schiff musste durch Umpumpen um einen Teil der Ladung geleichtert werden, damit es wieder freikommen konnte. Der Kapitän hatte nach Auskunft der danischen Küstenwache entgegen der üblichen Gepflogenheiten keinen Lotsen an Bord, obwohl das Revier als schwierig zu befahren gilt. Das Schiff mit neun Metern Tiefgang war dann in ein Seegebiet mit stellenweise lediglich sieben Meter Wassertiefe geraten.
Quellen: Neue Züricher Zeitung vom 9.12.2003 und Berliner Zeitung vom 10.12.2003, Hamburger Abendblatt vom 11.12.2003

Pkw rammt Tanklastzug
Ein unter Alkoholeinwirkung stehender Pkw-Fahrer hat sein Fahrzeug am 8.12.2003 auf der Bundesautobahn 3 bei Duisburg gegen einen Tanklastzug gesteuert und bei dem Unfall insgesamt 150.000 EUR Schaden verursacht. Die Autobahn wurde gesperrt, verletzt wurde niemand.
Quelle: Neue Ruhr Zeitung, 8.12.2003

Ladung im Frachter verschoben
Der unter der Flagge Maltas fahrende Frachter »Mermaid« ist am Ende der Kalenderwoche 49 nahe der schwedischen Insel Öland in Seenot geraten. Das Schiff trieb beinahe 24 Stunden wehrlos vor der Küste. An Bord hatte sich die Ladung verschoben und ein Feuer war ausgebrochen.
Quelle: taz vom 8.12.2003

Prognos-Studie:
In Deutschland rentieren sich Rechtsverstöße im Güterkraftverkehr
Eine Aktuelle Studie der Prognos AG stellte fest: Rechtsverstöße im Güterkraftverkehr rechnen sich für die Unternehmen. In der Studie wurden u.a. auch folgende Regelungsbereiche untersucht:
Illegale Beschäftigung
Ladungssicherung
Den Bereich der Gefahrgutbeförderung hat man nach anfänglicher Prüfung leider nicht weiter verfolgt.
Auszugweise das Ergebnis der Studie: Die Kontrollintensität auf der Straße ist in Deutschland zwar vergleichsweise hoch, dennoch ist es für die Unternehmen wirtschaftlich lohnend gegen die bestehenden Gesetze und Verordnungen zu verstoßen. Den Grund dafür sehen die Verfasser der Studie in den relativ niedrigen Bußgeldandrohungen für regelwidriges Verhalten. Als wachsendes Problem wird die illegale Beschäftigung im Straßengüterverkehr erkannt.
Quelle: Prognos AG

Verkündung der GGVSee 2003
Die Verkündung der GGVSee 2003erfolgte im Bundesgesetzblatt Teil I, Nr. 56 vom 27. November 2003
Quelle: Bundesanzeiger Nr. 228 vom 5.12.03

Tankschiff drohte in der Donau zu sinken
Am 5.12.2003 shavarierte bei Wien auf der Donau ein ca. 130 Meter langes, leeres Tankschiff. Die Feuerwehren waren mit ca. 45 Kräften im Einsatz. Um das in Wien-Leopoldstadt auf der Höhe des Handelskais bei Stromkilometer 1928 fest liegende Schiff wurden vorsorglich Ölsperren ausgebracht. Indem man in aller Eile die Außenhaut abdichtete, verhinderte man ein Sinken des Schiffes. Es traten nur geringe Mengen Produkt aus, die mit Bindemitteln bekämpft wurden. Ursächlich für die Havarie soll ein Öffnen von Ventilen im Maschinenraum gewesen sein.
Quelle: Salzburger Nachrichten, 5.12.03

Säureladung läuft am Grenzübergang aus
Am deutsch.-tschechischen Grenzübergang Altenberg/Conovec (Böhmisch-Zinnwald) wurde am 25.November Gefahrgutalarm ausgelöst. Gegen 15:30 Uhr nachmittags hatten deutsche Grenzschützer bemerkt, dass aus einem tschechischen Lastkraftwagen, der nach Sachsen einreisen wollte, eine Flüssigkeit aus einem mehrere tausend Liter fassenden Behälter tropfte. Feuerwehren aus umliegenden Ortschaften rückten aus und sperrten die Verkehrsfläche um den Lkw. Bei Begutachtung der Ladepapiere wurde festgestellt, dass es sich bei der Ladung um eine stark ätzende Säure handelte. Der gesamte Grenzübergang wurde gesperrt. Es dauerte ca. eine Stunde, bis das ausgelaufene Gefahrgut mit Bindemitteln aufgenommen worden war. Erst danach konnte der Grenzübergang wieder geöffnet werden.
Quelle: Sächsische Zeitung, 26. November 2003

Ungesicherte Chemiefässer auf dem Lkw
Die Tagespresse im Ruhrgebiet titelte: »Erschreckendes Ergebnis bei LKw-Schwerpunktkontrolle«. Und so war es wohl auch! Eine Schwerpunktkontrolle auf der Bundesstraße 58 in Dorsten brachte folgendes Ergebnis: 54 Lkw kontrolliert, jedes dritte Fahrzeug mit Mängeln, darunter acht Gefahrguttransporte. Einige Mängel en detail: Ein 34jähriger Kraftfahrer aus Essen hatte Chemiefässer völlig ungesichert auf der Lkw-Ladefläche stehen. Fehlende Feuerlöscher und Unfallmerkblätter. Eine nicht als Gefahrgut deklarierte Partie von 5,9 Tonnen ätzenden Altbatterien. Überladungen von bis zu 6,9 Tonnen... Mangelhafte Reifenprofile...
Quelle: Ruhr-Nachrichten, 24.11.2003

Immer noch Ruhrgebiet: Erschreckendes Kontrollergebnis
Bei einer Schwerverkehrs-Kontrolle durch die Polizei und den Zoll in Herten-Süd ergab sich folgendes Bild: 49 Fahrzeuge kontrolliert, darunter 25 mit Mängeln. Bei den Kontrolen wurden auch 15 Gefahrgut-Lkw unter die Lupe genommen. Hiervon waren acht Transporte mangelhaft. Das Highlight der Mängelliste: Ein Lkw-Lenker aus Kasachstan fährt ohne Fahrerlaubnis und ohne Arbeitserlaubnis, dafür jedoch mit Natronlauge, Schwefelsäure und brennbaren Flüssigkeiten auf seiner Pritsche. Auf jegliche Ladungssicherungsmaßnahmen hatte dieser „Fahrzeugführer“ natürlich auch verzichtet. Insgaesamt wurden bei dieser Kontrolle gleich sechs Fahrzeuge stillgelegt. Es hagelte zwei Strafanzeigen, 40 Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen, vier gebührenpflichtige Verwarnungen und fünf Mängelkarten.
Quelle: Ruhr-Nachrichten, 15.11.2003

Anhänger mit Stahlrohren kippte in der Kurve um
Beim Abbiegen auf einer Hauptverkehrsstraße im Dortmunder Hafengebiet kippte der mit Stahlrohren beladene Anhänger einer westfälischen Fachspedition einfach um und kam auf der Seite zum Liegen. Die Fahrbahn musste von der Polizei für den Verkehr gesperrt werden, um das verunfallte Fahrzeug mittels Mobilkran zu bergen. Verletzte gab es nicht. Der umstürzende Anhänger walzte einen erst kürzlich gepflanzten Baum platt. Unfallursache: Vermutlich mangelnde Ladungssicherung und überhöhte Geschwindigkeit.
Quelle: Ruhr-Nachrichten

Drei Kesselwagen entgleist
In Hagen entgleisten drei mit Ammoniaklösung beladene Eisenbahn-Kesselwagen. Ein aufmerksamer Fahrdienstleiter verhinderte Schlimmeres und sorgte dafür, dass die Wagen auf ein Abstellgleis kamen. Alle drei Kesselwagen blieben dicht.
Quelle: Ruhr-Nachrichten

Alkohol-Tankzug verunglückt
Ein mit ca. 30.000 Litern Ethanol beladener Tanklastwagen verunglückte auf der Autobahn 2 bei Bad Eilsen (Schaumburg-Lippe). Das Fahrzeug war aus unbekannter Ursache von der Fahrbahn abgekommen, gegen eine Leitplanke geraten und dann umgestürzt. Aufgrund von Explosionsgefahren wurde die Unfallstelle weiträumig abgesperrt, die A2 war in beiden Richtungen gesperrt. Der Lkw-Fahrer wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Ein Teil der gefährlichen Ladung lief aus.
(Quelle: Neue Westfälische, 12.11.2003)

Handwerksbetriebe und Kurierdienste die schwarzen Schafe?
Nach einer Unfallstudie des Gesamtverbandes der deutschen Schadenversicherer (GDV) gehörten die meisten der im Jahre 2002 verunfallten Kleintransporter zu Handwerkssbetrieben oder Kurierdiensten.
Insgesamt zählte der GDV 18.855 Kleintransporter-Unfälle in 2002. Eine der Ursachen: Mangelhafte Ladungssicherung.
(Quelle: Verkehrsrundschau, 6.11.2003)

Vierhundert Kisten Leergut auf der A42
Glasscherben-Meer auf der A42: Ein Lastwagen verlor in Höhe der Auffahrt Duisburg-Beek seine Ladung. Ca. 400 Bierkisten stürzten auf die Fahrbahn. Die Auffahrt wurde gesperrt. Unfallursache: Offensichtlich mangelnde Ladungssicherung.
(Quelle: BILD, 6.Nov. 2003)

Ladungssicherung-Kontrollen im Ruhrgebiet auf der A2
Die Autobahnpolizei-Inspektion Münster hält mit einer dreimonatigen Schwerverkehrs-Großkontrolle gegen die Mißstände auf der A2. Insbesondere die Ladungssicherung des Güterverkehrs soll schwerpunktmäßig überprüft werden. Zwischen November 2003 und Januar 2004 werden bis zu 30 Polizeibeamte aus Münster den Verkehr zwischen Castrop-Rauxel-Henrichenburg und Oberhausen-Sterkrade überwachen.
(Quelle: Westfälische Rundschau, 29.Oktober 2003)

Eisenbahnwagen mit Gift entdeckt
Im Bereich der Güterbahnhöfe der schleswig-holsteinischen Gemeinden Brunsbüttel und Itzehoe wurden Eisenbahnwagen mit durch Lindan (giftiges Pflanzenschutzmittel) kontaminierter Erde entdeckt. Die Erde wurde in nicht verschlossenen Kunststoffsäcken in Überseecontainern befördert. Die gefährliche und mangelhaft verpackte Fracht stammte aus Afrika und sollte in einer Verbrennungsanlage in Brunsbüttel beseitigt werden. Weil die Gefahr bestand, dass die Giftstoffe freigesetzt wurden, lösten die Einsatzkräfte zunächst Giftalarm aus und sperrten die betroffenen Güterbahnhöfe weiträumig ab.
(Quelle: Netzeitung.de, 31.Okt.2003)

21.000 Liter Öl bedrohten die Trave
Bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn 21 mit einem Tanklastzug bei Tremsbüttel kam der 54jährige Lkw-Fahrer ums Leben. Der Tanklastzug, der 21.000 Liter Heizöl geladen hatte, war auf die Seite gestürzt. Die Einsatzkräfte am Unfallort gingen zunächst davon aus, dass der verunglückte Tanklastzug Bitumen geladen hatte. Später stellte man fest, dass die Gefahrgut-Kennzeichnung des Lastzuges und die Beförderungspapiere unzutreffend waren: Tatsächlich hatte der Lastzug jedoch Heizöl geladen. Die Bestimmung des tatsächlichen Ladegutes kostete die Experten der Feuerwehr und Polizei über eine Stunde wertvolle Zeit. Da die Tankhülle dicht hielt, konnte der am Unfallort tätige Löschzug Gefahrgut der Feuerwehr ein Eindringen des Gefahrgutes in die am Unfallort vorbeifließende Groot Beek (fließt in die Trave) verhüten. Der Tankinhalt wurde umgepumpt. Für die Rettungs- und Bergungsarbeiten war die Autobahn 21 in Richtung Norden nahezu elf Stunden lang gesperrt.
(Quelle: Hamburger Abendblatt, 29.Okt. 2003)

Illegale Beschäftigung: Kralowetz wird abgeschoben
Der in der Bundesrepublik Deutschland rechtskräftig zu einer Haftstrafe von drei Jahren und acht Monaten verurteilte österreichische Transportunternehmer Karl Kralowetz wird nach Österreich abgeschoben.
(Quelle: Tiroler Tageszeitung, 28.Okt. 2003)

Undichter Tanklastzug
Ein eingefrorenes Entlüftungsventil war vermutlich die Ursache für einen Produktverlust von rund 200 Litern Kraftstoff bei einem Tanklastzug auf der Autobahn 19 nahe Rostock. Insgesamt neuen Feuerwehren standen im Einsatz. Die Autobahn wurde kurzfristig gesperrt, die Benzinspur beseitigt.  Umweltschäden entstanden nicht.
(Quelle: Ostseezeitung, 28.Okt. 2003)

John T. Essberger übernimmt Vopak Tankers
Das Hamburger Traditionshaus der Tankschiffahrt, die John T. Essberger übernimmt 14 Küsten-Chemikalientanker der Vopak Tankers mit einer Tragfähigkeit von je 2500 bis 6400 to. Vopak will sich zukünftig sein Kergeschäft - die Lagerung - konzentrieren. Die Geschichte der Tankreederei Essberger geht bis in die Zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts zurück.
(Quelle: Hamburger Abendblatt, 28.Okt. 2003)

Erlaubnisloser Güterkraftverkehr: 15.000 EUR Bußgeld
Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) hat ein Bußgeld in Höhe von EUR 15.000,-- gegen die Geschäftsführerin einer Spedition verhängt. Das BAG hatte im Rahmen einer Betriebskontrolle insgesamt 225 Fälle von erlaubnislosem Güterkraftverkehr festgestellt.

Gefahrgut-Kontrollergebnisse des BAG veröffentlicht
Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) hat die Ergebnisse seiner jüngsten Gefahrgutkontrollen vom 16. bis 18. September veröffentlicht. Hier einige Fakten:
252 Fahrzeuge mit Gefahrgut kontrolliert, davon 49 Fahrzeuge mit 76 gefahrgutrechtlichen Einzelverstößen festgestellt. Vielfach wurde wegen schwerwiegender Mängel die Weiterfahrt untersagt. Häufigste Mängel: Fehlende Ausrüstung, fehlende oder mangelhafte Begleitpapiere, mangelnde Ladungssicherung, fehlerhafte oder falsch gekennzeichnete Verpackungen.

Gasöl-Tankschiff rammt Betonnung
Nur leichter Sachschaden war zu verzeichnen, als das Binnentankschiff »Dettmer Tank 83« am frühen Freitagmorgen, den 17.10.2003 auf seiner Reise elbaufwärts auf der Unterelbe mit der Schiffahrtstonne Nr. 107 kollidierte. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei soll aufgrund versuchter Ausweichmanöver kurz darauf noch Kollisionsgefahr mit dem seegehenden Containerschiff »Hoheweg« bestanden haben. Der 56jährige Schiffsführer soll das Radarbild falsch interpretiert haben und einen Ankerlieger als Entgegenkommer angesehen haben.
(Quelle: Zeitungsverlag Krause, 17.10.2003)

24 to. Lkw mit gefährlicher Ladung umgestürzt
Aus unbekannter Ursache geriet der 49jährige Fahrzeugführer eines mit ätzender Ladung der Klasse 8 befrachteten Lkw auf das Straßenbankett einer Straße in Rutzenham (Österreich). Dabei kippte der Lastzug um. Gefährliche Ladung wurde nicht frei. Aus dem Fahrzeugtank des Lastwagens liefen jedoch ca. 800 Liter Diesel aus. Das Gefahrgut wurde umgeladen, der Lkw geborgen. Die Straße war ca. fünf Stunden gesperrt.
(Quelle: Neues Volksblatt - Chronik, 20.10.2003)

Containerschiff in Brand geraten
Das 209 Meter lange und in Singapore registrierte Containerschiff »Sea Elegance« (17789 BRT) ist auf dem Seeweg von Singapore nach Durban kurz vor Erreichen des Zielhafens nach einer Explosion an Bord in Brand geraten und soll vor Umhlanga Rocks nahe Durban Anker geworfen haben. Mindestens ein Besatzungsmitglied galt als verschollen. Nach Angaben südafrikanischer Behörden war eine Annäherung an das brennende Schiff schwierig und ein Sinken des Havaristen nicht auszuschließen. Hilfsschiffe versuchten, den Brand mit Löschschaum zu ersticken. Nach ersten unbestätigten Berichten soll das Containerschiff auch Explosivstoffe an Bord gehabt haben. Eine Gefährdung durch Gefahrgüter wird durch die Behörden ausgeschlossen.
(Quellen: Neue Westfälische, 12.Okt. und Tiroler Tageszeitung, 13.Okt.2003)

Propan und Butan im Graben
Aus zunächst ungeklärter Ursache geriet ein mit ca. 5.000 Litern Flüssiggas (Propan, Butan) beladener Gefahrgut-Lastwagen am 16.Oktober 2003 auf der Autobahn 49 bei Fritzlar in den Straßengraben. Die Autobahn wurde zwischen Kassel und Marburg für die Bergungsarbeiten komplett gesperrt. Gefahrgut trat nicht aus, der 36jährige Lkw-Fahrer wurde beim Unfall leicht verletzt.
(Quelle: Frankfurter Neue Presse, 17.Okt.2003)

Gefahrgut-Lkw geriet an Tankstelle in Brand
Der Fahrzeugführer eines mit ca. 15.500 Liter einer Lauge beladenen Tanklastzuges bemerkte nach der Betankung seines Fahrzeuges an der Autobahnraststätte Siegerland-West (Autobahn 45) einen Brand im Motorraum. Dem Fahrzeugführer gelang es, das Fahrzeug von der Tankstelle wegzufahren und zusammen mit anderen Lkw-Fahrern den Brand zu löschen. Die Feuerwehren aus Freudenberg, Büschergrund und Oberholzklau rückten zum Ort des Geschehens aus.
(Quellen: Westfälische Rundschau und Westfalenpost, 16.Okt.2003)

Mit Gefahrgut auf der Ladefläche umgestürzt
Auf der Autobahn A 44 bei Werl stürzte der Anhänger eines mit Gefahrgut beladenen Lkw um, nachdem der Fahrer aus ungeklärter Ursache zunächst auf den Grünstreifen neben der rechten Fahrspur geraten war und dabei ca. 80 Meter Leitplanke überfahren hatte. Die Soester Feuerwehr stand im Einsatz. Der Fahrer wurde leicht verletzt, der Sachschaden beträgt ca. 80.000 EUR.
(Quelle: Westfalenpost, 5.Okt.2003)

Militär-Lkw fuhr auf Gefahrgut-Transporter auf
Auf der Autobahn 27 bei Walsrode fuhr ein Militär-Lkw auf einen mit 14 to. Pflanzenschutzmittel beladenen Gefahrguttransporter auf. Das mit Gefahrgut beladene Fahrzeug stand während des Unfalles aufgrund eines Reifendefektes auf dem Standstreifen. Bei dem Unfall wurde ein Soldat getötet. Aus dem mit Gefahrgut beladenen Lkw trat kein Produkt aus.
(Quelle: Hamburger Abendblatt, 1.Okt.2003)

Binnenschiffsunfälle auf dem Rhein
Bedingt durch das extreme Niedrigwasser des Spätsommers 2003 kam es zu weiteren Schiffsunfällen auf dem Rhein. Bei Köln verfehlte ein mit 390 to. Gasöl beladenes Tankschiff während der nächtlichen Reise am 29./30.09. die enge Fahrrinne und lief über einer Kiesbank auf Grund. Ein Teil der Ladung wurde auf ein anderes Schiff umgepumpt. Dann konnte der Havarist seine Fahrt fortsetzen.
Bei Wesel stießen am 30.09. frühmorgens gegen 05:40 Uhr zwei mit Dieselöl und Chemikalien beladene Binnenschiffe zusammen. Dabei wurde der 110 Meter lange und mit 540 to. Diesel beladene unfallbeteiligte Tanker »Ellen« oberhalb der Wasserlinie auf einer Länge von ca. vier Metern erheblich am Rumpf beschädigt. Das andere, mit 695 to. Chemikalien/Natriumverbindungen  beladene Binnenschiff »LRG 26« erlitt ein Leck mit Wassereinbruch. Die Ladung des 85 Meter langen Schiffes sollte daraufhin in Wesel umgeladen werden. Als Unfallursache wurden u.a. widrige Sichtverhältnisse angenommen. Bei beiden Unfällen wurden weder Menschen verletzt, noch kam es zu Produktaustritten oder Umweltschäden. Auch die übrige Schiffahrt wurde nicht beeinträchtigt.
(Quellen: Berliner Morgenpost, Osnabrücker Zeitung, BILD, RP-Online)

Ladungssicherung / Zurrkräfte:
Neue europäische Norm 12195-1 ist jetzt verabschiedet!
Die europäische Norm 12195-1 (Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen, Teil 1: Berechnung von Zurrkräften) ist jetzt verabschiedet worden.
Bekanntlich unterscheidet sich die neue europäische Norm im Vergleich zur deutschen VDI-Richtlinie 2700, Blatt 2 (Zurrkräfte) unter anderem dadurch, dass die beim Niederzurren aufgebrachte Vorspannkraft auf der dem Spannelement gegenüberliegenden Seite wegen auftretender Umschlingungsverluste nur zu 50 % wirksam angenommen werden darf. Sollen dennoch höhere Vorspannwerte bei der Berechnung berücksichtigt werden, sind spezielle Maßnahmen erforderlich, wie z.B. der Einsatz von Kantengleitern und Vorspannmessgeräten. Falls mittels Vorspannmessgeräts höhere Vorspannkräfte als die nach Norm vorgeschriebenen Mindestwerte nachgewiesen werden können, dürfen diese höheren Werte als Berechnungsgrundlage nach Norm 12195-1 verwendet werden.
Abweichend zur VDI 2700, Blatt 2 liefert die neue DIN EN 12195-1 auch Daten bezüglich der maximal zu berückksichtigenden Beschleunigungswerte für die Ladungssicherung im Schienen- und Seeverkehr.
Bei den Berechnungsmethoden werden bei der neuen DIN EN 12195 nicht die Längenangaben Li / Liv gemäß VDI-Richtlinie, sondern die bereits vielfach alternativ verwendeten Zurrwinkel »Alpha« (Vertikalwinkel) und »Beta« (Horizontalwinkel) berücksichtigt.
Es ist derzeit davon auszugehen, dass die neue europäische Norm erst im Jahr 2004 gedruckt werden wird.
Übrigens: Ladungssicherungs-Trainings der Alpha Gefahrgut Consulting berücksichtigen bereits seit längerem die Aussagen der neuen Norm 12195-1.

Bei Verkehrsunfall Produkt ausgetreten
Bei einem Verkehrsunfall am 29.09.2003 auf der Autobahn 1 zwischen Brinkum und Delmenhorst trat befördertes Produkt aus, welches von Feuerwehrkräften unter Schutzanzügen aufgenommen wurde. Der Fahrer eines niederländischen Gefahrgut-Lkw hatte vermutlich ein Stauende übersehen und war auf einen anderen Lastwagen aufgefahren. Der Fahrer wurde beim Unfall schwer verletzt in der Kabine eingeklemmt und musste zunächst von Rettungskräften befreit werden.
(Quellen: Neue Westfälische, 29.09. u. Hamburger Abendblatt, 30.09.03)

Ruck-zuck gar
An Bord einer auf der Sauerlandlinie (A 45) aus unbekannter Ursache in Brand geratenen mobilen Hähnchengrillerei explodierten mehrere mitgeführte Gasflaschen (Über das weitere Schicksal der Grillhähnchen sind keine Details bekannt).
(Quelle: Ruhr-Nachrichten, 26.09.2003)

Stückgut-Transport in Flammen
In Höhe des Autobahnkreuzes Kamen (Kamener Kreuz) ging auf der Autobahn 1 am 25.09.2003 ein mit Druckereiabfällen beladener Transporter in Brand. Sachschaden: Rund 100.000 EUR. Keine Verletzten.
(Quelle: Ruhr-Nachrichten, 26.09.2003)

Ladungssicherung / Gefahrgut:
BMVBW plant Änderungen in der Straßenverkehrsordnung
Nach einem Entwurf für eine neue Verordnung zur »Änderung straßenverkehrsrechtlicher (...) Vorschriften«, der im Frühling 2004 umgesetzt sein soll, ergeben sich künftig u.a. folgende Verschärfungen/Änderungen in der Straßenverkehrsordnung:
Ladungssicherung auf Lkw: Höhere Geldbußen und für den Fahrzeugführer Strafpunkte im Verkehrszentralregister.
Gefahrgutbeförderung mit Lkw: Robustere Sanktionierung von wiederholtem Verstoß gegen Fahrverbote/Streckenverbote (zielt insbesondere auf den Elbtunnel in Hamburg ab).

Multilaterale Vereinbarungen
Im Verkehrsblatt (Nr. 16 vom 30.August 2003) kann man u.a. wie folgt nachlesen:
Multilaterale Vereinbarung M134 (Ausrüstung von Saug-Druck-Tanks für Abfälle)
Multilaterale Vereinbarung M137 (Beförderung von mit PCB und PCT kontaminierten festen Abfällen und Restmengen in leerer Schüttung)
Multilaterale Vereinbarung M 140 (weitere Verwendung von IBC, deren Kennzeichnung hinsichtlich der Zeichenhöhe nicht dem Absatz 6.5.2.1.1 entspricht)
Quelle: Bundesanzeiger

Fehlerverzeichnis und Berichtigung
Im Bundesgesetzblatt Teil II (Nr. 23 vom 16.September 2003) kann man nun ab Seite 958 die Bekanntmachung von Fehlerverzeichnissen und die Berichtigung der Anlage zur 16. ADR-Änderungsverordnung nachlesen.
Quelle: Bundesanzeiger

Gefahrgut-Kontrollen auf Innkreis-Autobahn
Die aktuellen Kontrollen auf der österreichischen Innkreis-Autobahn brachten kein positives Ergebnis: Bei einer Anzahl von 65 Gefahrgutkontrollen gab es immerhin 12 Anzeigen sowie drei verweigerte Weiterfahrten. Ein Fahrzeugführer aus Ungarn fiel den Kontrollbehörden besonders unangenehm auf: Im Führerhaus rollten Bierflaschen herum und der Wagenlenker brachte es beim Alkotest auf 1 Promille. Die Ladung seines Lkw bestand aus drei Tonnen brennbarer Flüssigkeiten.
Quelle: Neues Volksblatt online, 9.9.2003

Gemeinsame deutsch-tschechische Schwerlastkontrollen
In Vorbereitung auf die Grenzöffnungen im Zuge des EU-Beitritts der tschechischen Republik haben erstmals deutsche und tschechische Polizeikräfte gemeinsam den Schwerlastverkehr auf deutschem Staatsgebiet kontrolliert. Bei den Kontrollen auf der Autobahn 4 standen zwölf tschechische Polizeibeamte neben 28 Beamten der Dresdner Autobahnpolizei, des Bundesgrenzschutzes und Beamten aus dem Raum Cottbus im Einsatz. Kontrolliert wurde insbesondere auch die Einhaltung der Bestimmungen zur Beförderung gefährlicher Güter und die ordnungsgemäße Ladungssicherung.
(Quelle: Sächsische Zeitung, 11.09.2003)

Lkw-Unfall blockierte A2
Die Autobahn 2 in Richtung Oberhausen musste zwischen dem Autobahnkreuz Dortmund-Nordost und der AS Mengede wegen eines Auffahrunfalles für die Dauer von ca. einer Stunde komplett gesperrt werden. Ein leerer, belgischer  Gefahrgut-Lkw war vermutlich wegen unterschrittenen Sicherheitsabstandes auf einen niederländischen Lastkraftwagen aufgefahren.
(Quelle: Ruhr-Nachrichten)

Tasman Spirit: Schadenersatzforderung von 1 Mrd US $
Die pakistanische Hafenstadt Karachi bezifferte ihre Forderung gegen die griechischen Schiffseigner des havarierten Öltankers »Tasman Spirit« auf eine Mrd. US Dollar. Der Schadenersatz soll die Aufwendungen zur Bekämpfung der Ölpest und der Behebung der Umweltschäden kompensieren. Der Öltanker war nach einer Havarie vor der pakistanischen Küste auseinandergebrochen. Ca. 24.000 to. Rohöl waren ausgelaufen und hatten die Küste verschmutzt.
(Quelle: Ostsee-Zeitung, BerlinOnline, beide 2.9.2003)

Verkehrsunfall mit Gefahrgutbeteiligung auf der A12
Ein mit Gefahrgut (Farbenhärter, säurehaltig) beladener Lastkraftwagen aus Polen war abends auf ein Stauende nahe der BAB-Anschlußstelle Frankfurt (O.)-Süd aufgefahren. Der Lkw prallte auf einen litauischen Lkw. Beide Fahrzeuge fingen Feuer. Der alkoholiserte Fahrzeugführer des polnischen Lkw wurde bei dem Unfall verletzt und in ein Krankenhaus transportiert. Aufgrund des Unfalls traten ca. eintausend Liter Flüssigkeit aus. Die Autobahnmeisterei nahm den Stoff mit Bindemitteln auf. Während der Lösch- und anschließenden Bergungsarbeiten war die A12 auf dem betroffenen Teilstück gesperrt.
(Quelle: Berliner Zeitung, 1.9.2003)

Verlor die »Prestige« über 60.000 to.?
Die Bergung des an Bord verbliebenen Rohöls des vor der galizischen Küste gesunkenen Öltankers »Prestige« ist auf das Frühjahr 2004 verschoben worden. Schlechtes Wetter mit hohem Seegang macht eine Bergung des in 3,6 Kilometer Tiefe liegenden Rohöls derzeit unmöglich. Man plant, durch ins Tankerwrack zu schlagende Öffnungen das ausströmende Öl in flexiblen Kunststoff-Behältern aufzunehmen. Nach aktuellen Berichten soll jedoch erheblich mehr Öl ins Meer gelangt sein, als bisher verlautbart. Der spanische Ölkonzern Repsol, der die Bergung durchführen lässt, geht davon aus, dass derzeit nur noch 13.800 Tonnen Öl in den Tanks sind. Damit hätte die »Prestige« mehr als 63.000 to. ihrer 77.000 to.-Ladung verloren. Bisher war die ausgetretene Produktmenge mit ca. 40.000 to. angegeben worden.
(Quelle: FAZ.net, 05.Juni und 27.August 2003)

5.000 Fahrzeuge mit mangelhafter Ladungssicherung
Nach einer Mitteilung des rheinland-pfälzischen Innenministeriums sind im Jahre 2002 und im ersten Halbjahr 2003 insgesamt ca. fünftausend Fahrzeuge wegen unzureichender Ladungssicherung bemängelt worden.
(Quelle: Verkehrsrundschau, 26.08.2003)

Verkehrsblatt Nr. 15
Im Verkehrsblatt Nr. 15 vom 15.August 2003 finden sich u.a. folgende Inhalte:
UN-Empfehlungen für die Sicherung von Transporten mit gefährlichen Gütern, die multilaterale Vereinbarung M100 (für UN 1057, Feuerzeuge und Nachfüllpatronen für Feuerzeuge) sowie die eine Allgemeinverfügung der BAM (Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, Berlin) zur Beförderung von Lithiumbatterien (und Zellen solcher Batterien) im Landverkehr nach GGVSE/ADR/RID).
(Quelle: Bundesanzeiger Nr. 157 vom 23.08.2003)

»In-Flight-Fire« in der Passagierkabine
Nachdem aus zunächst unbekannter Ursache in der Passagierkabine ein Feuer ausgebrochen war, schwebte ein Lufthansa-Jet des Typs BAe 146 (»Jumbolino«) in Innsbruck zur Notlandung ein. Der Jet war mit 84 Passagieren aus München auf dem Weg nach Mailand-Malpensa, als in dem Luftraum über Tirol das Feuer ausbrach. Sämtliche Passagiere konnten in Innsbruck die Maschine über die Gangway ins Freie verlassen. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden, im Flugzeug gab es kaum Schäden.
(Quelle: Kurier.at, 23.08.2003)

Kohle auf der BAB
Auch das ist ein Ladungssicherungs-Thema: Nachdem bei einem Lastwagen ein Riegel der Ladebordwand gebrochen war, rutschten zwei Tonnen Kohle von der Ladefläche auf die Fahrbahnen der Bundesautobahn 2 bei Duisburg. In Richtung Oberhausen kam es zu erheblichen Verkehrsstörungen.
(Quelle: Ruhr-Nachrichten, 23.08.2003)

Umweltschäden nach Tankerunglück
Bei dem Auseinanderbrechen des in Griechenland registrierten Tankers »Tasman Spirit« vor der pakistanischen Hafenstadt Karachi kam es zu den befürchteten Auswirkungen auf die Natur: Ein rund 16 Kilometer langer Strandabschnitt war von toten Fischen und Schildkröten übersät. Naturschützer sorgen sich nun insbesondere auch um die Mangrovenwälder, von denen bekannt ist, dass sie sich nur schwer säubern lassen. Auch die sehr seltenen Seeschlangen und der ohnehin stark gefährdete Flaschennasen-Delphin sind jetzt von der Ölpest bedroht. Nach Aussagen eines Hafensprechers in Karachi habe das ausgelaufene Öl allerdings den Meerestieren und -pflanzen kaum geschadet. Weiteres Öl laufe nicht aus und das Wetter sei ideal für Bergungsarbeiten. Nach Schätzungen sind noch 29.000 to. an Bord des havarierten Schiffes.
Übrigens: Nicht alle Zeitungen melden die korrekte Produktmenge. Nach einem Bericht einer Zeitung aus dem Ruhrgebiet sind lediglich »20.000 Liter Rohöl (...) bislang geborgen« und »67.000 Liter an Bord«...
(Quellen: Frankfurter Rundschau, 19.08.2003, WWF, 18.08.2003, Westfälische Rundschau, 18.08.2003 und Netzeitung, 17.08.2003)

Gefahrgut: 5% Anteil am Stückgutverkehr
Wie der Deutsche Speditions- u. Logistikverband mitteilt, beträgt der Gefahrgutanteil am gesamten Frachtaufkommen des Stückgutes seiner Mitglieder rund 5% (Umfrageergebnis). Das Durchschnittsgewicht einer Gefahrgutsendung im Stückgutgeschäft beträgt laut aktueller Erhebung ca. 650 Kilogramm. Interessant: Nur ca. 40 Prozent der Speditionen wickeln überhaupt Gefahrgutsendungen ab. Derzeit haben überwiegend die großen Speditionsunternehmen die »Pole-Position« im Gefahrgutgeschäft inne.

Zwei Autocarrier bei Antwerpen kollidiert
Bei der Kollision von zwei Autocarriern auf der Westerschelde bei Antwerpen entstand hoher Sachschaden. Die beiden Schiffe »Grand Nigeria« (italienische Flagge, 214 Meter lang) und »Nada V« (Panama, 185 Meter Länge) verkeilten sich ineinander und mussten mit Schlepperhilfe auseinandergezogen werden. Es gab keine Verletzten. Eines der Schiffe soll auch gefährliche Ladung an Bord gehabt haben (Pflanzenschutzmittel und brennbare Ladung), die beim Unfall unbeschädigt blieb.
(Quellen: RP-Online.de, Radio RTBF, Frankfurter Rundschau, 14.08.2003)

Öltanker havariert und auseinandergebrochen
Zwei Wochen, nachdem der unter maltesischer Flagge fahrende Öltanker »Tasman Spirit« vor der pakistanischen Hafenstadt Karachi havarierte und auf Grund lief, zerbrach der Schiffsrumpf. Die Besatzung war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr an Bord. Bergungsmannschaften war es zuvor gelungen, immerhin 27.000 to. der insgesamt 67.000 to. umfassenden Ladung auf andere Schiffe umzupumpen. Die ins Meer laufende Restmenge von ca. 40.000 to. Öl entspricht in etwa der Ölmenge, die der Havarist »Prestige« vor der Atlantikküste Spaniens freisetzte. Die Bergungsarbeiten wurden durch schweres Wetter behindert. Die Strandlinie der pakistanischen Metropole ist mittlerweile vom Öl erreicht worden. Die Einwohner klagten über Augenprobleme, Übelkeit, Atembeschwerden und Kopfweh. Naturschützer fürchten jetzt um die empfindlichen Ökosysteme, insbesondere die nahegelegenen Mangrovenwälder, die wichtige Laichplätze für Fische sind und in denen u.a. auch Meeresschildköten und Krabben heimisch sind.
(Quellen: dpa, AP, FAZ, Hamburger Abendblatt, 14.08.2003)

Eisenbahnunglück in Belgrad
Vier mit Vinylchlorid beladene Eisenbahnkesselwagen, die auf dem Weg aus der Ukraine nach Mazedonien waren, sprangen während der Durchfahrt durch den Belgrader Hauptbahnhof aus dem Gleis und stürzten um. Die Kesselwagen hielten bei dem Unfall dicht. Die gefährliche Ladung sollte nach Meldung von Behörden vor dem Weitertransport in andere Eisenbahnwagen umgeladen werden. Verletzte und Umweltschäden soll es nicht gegeben haben.
(Quelle: Tiroler Tageszeitung, 11.08.2003)

Schwerer Gefahrgut-Unfall in Hamm
Im westfälischen Hamm-Uentrop wurde ein mit gefährlichem Gut (UN 3256) beladener Tanksattelzug bei der Überquerung eines unbeschrankten Bahnüberganges von einem Güterzug gerammt und gegen ein naheliegendes Wohnhaus gedrückt. Der Tankauflieger stürzte um und ging in Flammen auf. Tanklastzug, Wohnhaus und zwei parkende Kraftfahrzeuge brannten aus. Glück im Unglück: Alle zwölf Hausbewohner blieben unverletzt, da sie sich durch einen Hinterausgang ins Freie retten konnten. Der Fahrer des Gefahrgut-Lkw erlitt einen Schock und wurde in ein Krankenhaus transportiert, der Lokführer blieb unverletzt. Circa 70 Feuerwehrleute standen mit 20 Fahrzeugen im Einsatz. Angesichts des Ausmaßes des Unglückes war durch die Einsatzleitung vorsorglich auch ein Rettungshubschrauber angefordert worden. Die Lösch- und Bergungsarbeiten der Feuerwehr dauerten bis in die Abendstunden. Der Schaden erreicht Millionenhöhe. Das Mehrfamilienhaus ist nach dem Unfall nicht mehr bewohnbar.
(Quellen: Ruhr-Nachrichten, Westfälische Rundschau, BILD, 12.08.2003)

Verkehrsblatt: IMDG-Code deutsch 31-02
Der Inhalt des Verkehrsblattes Nr. 13 vom 15.Juli 2003 wurde am 31.07.2003 im Bundesanzeiger verkündet. Inhalt ist u.a. die Bekanntmachung des International Maritime Dangerous Goods Code (IMDG-Code) in der Fassung des Amendment 31-02.

Tankschiff aufgelaufen
Ein unbeladenes niederländisches Tankschiff ist auf dem Rhein in Höhe Duisburg-Marxloh auf Grund gelaufen. Es wurde niemand verletzt. Der Frachter wurde von einem anderen Schiff freigeschleppt und konnte seine Reise fortsetzen. Unfallursache soll Einschlafen des Schiffsführers gewesen sein.
(Quelle: Ruhr-Nachrichten, 4.8.2003)

Öltanker vor Mocambique in Schwierigkeiten
Der in Singapur registrierte 250 Meter lange Rohöltanker »Napa« geriet vor der Küste Mocambiques in Schwierigkeiten. Südafrikanische Offizielle sprachen davon, dass ein Leck entdeckt worden sei und dass geplant gewesen sei, Produkt von Schiff zu Schiff umzupumpen. Die »Napa« war auf dem Weg vom Golf zu den Vereinigten Staaten. Das Schiff kann 250.000 to. tragen, doch die Behörden spezifizierten nicht, wie groß die Ladung wirklich war.
(Quelle: Mail & Guardian online, Johannesburg, South Africa, 1.8.2003)

Tankzug mit Heizöl stürzte um
Beim Durchfahren einer scharfen Kurve kippte der mit 9000 Litern Heizöl beladene Anhänger eines Tanklastzuges bei Schwarzenbach (Nürnberg-Land) um. Entgegen ersten Vermutungen lief aus dem Tank jedoch kein Produkt aus. Der 33jährige Fahrer des mit weiteren 7.000 Litern beladenen Motorwagens blieb unverletzt. Die örtliche Feuerwehr stand im Einsatz. Nachdem man die Ladung in ein Ersatzfahrzeug umgepumpt hatte, wurde der umgestürzte Tankanhänger aufgerichtet.
(Quelle: Der Bote (für Nürnberg-Land)), 23.07.2003

Bundesamt für Güterverkehr: Kontrollergebnisse Gefahrgut
Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) hat bei vier Schwerpunktkontrollen in den Monaten Mai und Juni 2003 insgesamt 740 Gefahrgut-Transporte auf der Straße kontrolliert. Dabei musste in 141 Fällen die Transportdurchführung  bemängelt werden. Die Mängelquote betrug damit rund 20 Prozent.

Tanklastzug umgestürzt
In Witten stürzte in einer Linkskurve ein mit Gefahrgut (wassergefährdender Stoff) beladener Tankzug um. Vorsorglich wurde die Unfallstelle großräumig abgesperrt und zwei naheliegende Wohnhäuser evakuiert. Die Feuerwehr legte Sperren zum Schutz vor Kontaminationen aus. Für die Bevölkerung bestand keine Gefahr. Die 41jährige Fahrerin blieb beim Unfall unverletzt.
(Quellen: Ruhr-Nachrichten, Westfalenpost, Westfälische Rundschau, Iserlohner Kreisanzeiger, 23.07.2003)

Ritt auf der Leitplanke
Auf der Autobahn 8 bei Gruibingen im Kreis Göppingen kam ein unbeladener Tanksattelzug zu weit nach rechts von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug des 52jährigen Fahrers fuhr auf die dort beginnende Leitplanke auf und rutschte noch ca. 150 Meter auf der Metallschiene weiter, ohne jedoch umzukippen. Keine Verletzten, Sachschaden: ca. 55.000 EUR.
(Quelle: Stuttgarter Zeitung, 22.07.2003)

Erhöhte Frequenz an den Tankerbrücken
Das gute Sommerwetter hat auch seine Auswirkungen auf die Gefahrgutbeförderung: Durch das extreme Niedrigwasser im Rhein können die Tankschiffe nicht mehr voll abgeladen werden. Da die Tanker teilweise nur ca. zur Hälfte befüllt fahren können, nimmt der Schiffsverkehr an den Tankerbrücken zu.
(Quelle: NGZ-online, 17.7.2003)

Gefahrgut-Lkw umgestürzt
Ein mit Vinylacetat beladener Tanklastkraftwagen verunglückte auf der Autobahn A3 zwischen Niedernhausen und Idstein. Der 39-jährige Lkw-Fahrer war auf der rechten von drei Fahrspuren ins Schleudern geraten, wodurch der Auflieger im Bereich der Mittelleitplanke umstürzte. Zwei von fünf Kammern des Aufliegers schlugen leck und Produkt trat aus. Bei dem Unfall waren keine Verletzte zu beklagen. Feuerwehrkräfte aus Idstein, Niedernhausen, Wiesbaden und die Werksfeuerwehr Hoechst standen bei den komplizierten Bergungsarbeiten im Einsatz.
(Quelle: Main-Rheiner.de, 18.07.2003)

Betonfertigteile auf der Ladefläche verrutscht
Ein mit 24 Tonnen Betonfertigteilen beladener Lkw musste im Bereich des Polizeipräsidiums Südhessen auf der Bundesstraße 47 bei Steinbach seine Fahrt unterbrechen, weil sich die unzureichend gesicherte Ladung derart verschoben hatte, dass Umsturzgefahr für den Lkw bestand. Alle Versuche, die Ladung an Ort und Stelle zurechtzurücken, schlugen fehl. Schließlich wurde das Fahrzeug mit Schrittgeschwindigkeit zu einem Parkplatz rangiert und mittels eines herbeigerufenen Mobilkrans die Ladung komplett ent- und neu beladen. Die Polizei ermittelte wegen mangelhafter Ladungssicherung und Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer.
(Quelle: Darmstädter Echo online, 15.07.2003)

Gefahrgut und mangelhafte Ladungssicherung
Das Bundesamt für Güterverkehr führte in den Monaten Mai und Juni 2003 vier Sonderkontrollen durch. Dabei wurden bei 20 Prozent aller Gefahrguttransporte Mängel festgestellt. Spitzenreiter bei den Gefahrgutverstößen: Fehlende oder mangelhafte Ausüstung sowie Mängel bei Kennzeichnung, Verpackung und Zulassungsbescheinigungen. Ebenfalls wieder unter den Spitzenreitern: Mangelhafte Ladungssicherung.
(Quelle: Deutsche Verkehrs-Zeitung (DVZ), 15.07.2003)

Breit...
Weil ein Gefahrgut-Lkw (flüssiges Aluminium) sehr unsicher fuhr und die ganze Breite der Autobahn 7 in Richtung Süden beanspruchte, alarmierten Autofahrer die Polizei. Bei dem 37-jährigen Trucker wurden 2,54 Promille Alkohol  gemessen...
(Quelle: Südwest aktiv, 9.7.2003)

...und blau
Der Kapitän eines mit 100.000 Tonnen Rohöl beladenen seegehenden Tankschiffes, das in Wilhelmshaven einlaufen sollte, hielt den ihm zugeteilten Lotsen mit Recht vom Steuerrad fern. Wie die Wasserschutzpolizei mitteilte, wurden bei dem Lotsen 1,07 Promille Alkohol gemessen. Folge: Strafverfahren.
(Quelle: WELT.de, 16.07.2003)

Illegale Beschäftigung im Güterkraftverkehr: Drei Bulgaren inhaftiert
Im Rahmen einer gemeinsamen Aktion kontrollierten Beamte der Autobahnpolizei, des Zolls, des Amtes für Arbeitsschutz, des Arbeitsamtes und des Bundesamtes für Güterverkehr den Schwerverkehr auf der A45 (Sauerlandlinie). Insgesamt wurden zwischen 07.30 Uhr und 15.30 Uhr 107 Lkw und Busse aus dem Verkehr gewunken. Die allgemeine Beanstandungsquote lag insgesamt bei ca. 50 Prozent. Vor allem osteuropäische Fahrzeuge sollen diverse Mängel in erheblichem Umfang aufgewiesen haben. Auch illegale Beschäftigung im Verkehrswesen wurde festgestellt: So wurden drei bulgarische Lkw-Lenker, die sich gesetzeswidrig mit einem Touristenvisum im gewerblichen Güterkraftverkehr zwischen Deutschland und Großbritannien betätigten, kurzerhand inhaftiert.
(Quelle: Ruhr-Nachrichten, 3.7.2003)

Ankara: Explosion mit 120 Verletzten
In der türkischen Hauptstadt Ankara kam es zu einer Explosion eines Flüssiggas-Tankfahrzeuges auf einem Tankstellengelände, bei dem 120 Menschen zum Teil schwer verletzt wurden. Zum Unglückszeitpunkt feierten über 300 Personen einer Hochzeitsgesellschaft in Räumen, die direkt über der Tankstelle lagen.
(Quelle: Bild am Sonntag, 6.7.2003)

Gefahrgut-Lkw gerammt
Eine Autofahrerin fuhr auf der A9 in Richtung Berlin ungebremst auf einen Gefahrgut-Lkw auf. Die Fahrerin wurde schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber abtransportiert. Gefahrgut trat nicht aus.
(Quelle: Frankenpost online, 8.7.2003)

Produkt ausgetreten: Ammoniak-Wolke
Ein 19 Jahre alter niederländischer Fahrzeugführer kam mit seinem mit Gefahrgut in 200-Liter-Fässern beladenen Sattelzug auf der Autobahn 61 im Erftkreis bei Kerpen von der Fahrbahn ab, durchfuhr die Mittelleitplanke, geriet auf die Gegenfahrbahn, stieß dort mit einem entgegenkommenden Pkw zusammen und stürzte an einer Böschung um. Weitere Fahrzeuge fuhren in die Unfallstelle ein. Während der Lkw-Fahrer unverletzt blieb, mussten die beiden Insassen des Pkw schwer verletzt mit alarmierten Rettungshubschraubern in Aachener und Kölner Kliniken abtransportiert werden. Mehrere Fässer der Ladung schlugen leck, geschätzte 5.500 Liter Gefahrgut traten aus. Durch die Produktfreisetzung bildete sich Ammoniak in Form einer weißen Wolke, mit dem vier Menschen in Berührung kamen und verletzt wurden. Insgesamt wurden neun Menschen durch den Verkehrsunfall verletzt. Weitere ca. 60 Personen wurden vorsorglich ärztlich behandelt. Ein Teil der Ladung floß in die Kanalisation der Autobahn. Die havarierte Ladung wurde von der Feuerwehr unter Schutzanzügen und erschwerten Bedingungen geborgen. Insgesamt standen rund 400 Rettungskräfte im Einsatz, darunter Gefahrgutspezialisten der Berufsfeuerwehr Köln. Die Autobahn war aufgrund der Bergungsarbeiten für ca. 31 Stunden in beiden Richtungen komplett gesperrt. Als Unfallursache wird ein geplatzter Lkw-Reifen vermutet.
(Quellen: DIE WELT, CNN, NTV, Pforzheimer Zeitung, Freies Wort, alle 10.07.2003, Rhein-Zeitung online, Neue Ruhr-Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, alle 11.07.2003)

Lkw mit Schwefelsäure umgestürzt
Ein mit 14.000 Liter Schwefelsäure beladener Lastwagen stürzte auf der B4 zwischen Lüneburg und Melbeck auf einer Brücke um. Der Fahrer wurde verletzt und ins Krankenhaus transportiert. Diverse Feuerwehren, u.a. aus den Orten Melbeck, Lüneburg, Bleckede, Dahlenburg, Scharnebeck und Deutsch Evern standen im Einsatz. Die Wehrmänner arbeiteten z.T. unter Schutzanzügen. Die havarierte Ladung wurde in einen Ersatztankzug umgepumpt, der beschädigte Lkw durch zwei Mobilkräne aufgerichtet und abgeschleppt. Eine Spezialfirma reinigte die Straße.
(Quelle: Landeszeitung für die Lüneburger Heide, 9.7.2003)

Kontrollergebnis aus Sachsen
Im Rahmen von Verkehrskontrollen der sächsischen Polizei wurden insgesamt 883 Fahrzeuge (Lastkraftwagen, Busse) kontrolliert, darunter auch 16 Gefahrgut-Transporter. In knapp 40% aller Fälle wurden Mängel unterschiedlichster Art festgestellt, darunter 20 mal nicht ordnungsgemäße Ladungssicherung.
(Quelle: Freie Presse online, 8.7.2003)

Tank verformt 
Bei einer Routinekontrolle auf der Autobahn fiel der Polizei ein mit Gefahrgut beladenes Tankfahrzeug auf. Der Tank hatte sich aufgrund hoher Temperaturen bereits verformt. Die herbeigerufene Feuerwehr kühlte das Tankfahrzeug auf dem Rastplatz Mühlenbach bei Ladbergen und verhinderte Schlimmeres.
(Quelle: Neue Ruhr Zeitung, 1.7.2003)

Verkehrsunfall auf der A3
Ein mit Acrylat, Butryl und Lacken beladener Lastkraftwagen war am 1.Juli in eine Massenkaramboloage mit sieben weiteren Fahrzeugen auf der Autobahn 3 verwickelt. Unfallursache: Zunächst unbekannt. Im Einsatz: 16 Fahrzeuge der  Feuerwehr bzw. Rettungsfahrzeuge. Drei Leichtverletzte, gefährliche Ladung trat nicht aus.
(Quelle: Wiesbadener Kurier im Rhein-Mainer, 2.7.2003)

IC-Kurierdienst: Keine gefährlichen Güter!
Der nach vielen Jahren der Einstelllung erneut gestartete IC-Kurierdienst, betrieben von der Lufthansa-Tochter time:matters GmbH und der Deutschen Bahn AG befördert keine gefährlichen Güter. (Quelle: time:matters GmbH)

Pkw gegen Tanklastzug
Ein 36jähriger Pkw-Fahrer geriet im Raum Pittersberg auf der Pittersberger Anhöhe auf die Gegenfahrbahn und stieß frontal mit einem entgegenkommenden unbeladenen Tanklastzug zusammen. Der Pkw-Fahrer wurde verletzt ins Krankenhaus transportiert, der Lkw-Fahrer kam mit dem Schrecken davon. Am Pkw: Totalschaden von ca. 20.000 EUR. Am Lkw: Sachschaden, ca. 10.000 EUR.
(Quelle: Oberpfalznet, 27.06.2003)

Sauerstoff, tiefgekühlte Flüssigkeit
Ein 21jähriger Lkw-Fahrer eines mit Gefahrgut beladenen 38 to. Lkw wurde schwer verletzt, als sein Fahrzeug vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit im Autobahnkreuz Dortmund-West (B1/A45) umstürzte. Zur Bergung des geladenen Gefahrgut-Containers wurden drei Mobilkräne benötigt. Die Autobahn war komplett gesperrt, die Fahrzeuge stauten sich kilometerweit zurück. An der Unfallstelle vermutete man Explosionsgefahr. Sachschaden: Ca. 100.000 EUR.
(Quellen: Ruhr-Nachrichten, WAZ, Westfälische Rundschau, alle 26./27.06.2003)

Schwerlastkontrollen auf der B54
Beamte der zentralen Kontrolleinheit des Polizeipräsidiums Westhessen kontrollierten gemeinsam mit Beamten der Polizeistation Bad Schwalbach auf der Bundesstraße 54 zwischen Sandersmühle und Michelbach den Lkw-Verkehr. Insbesondere die Beladung und Ladungssicherung wurde kontrolliert. Beispielhaftes Kontrollergebnis: Ungesicherte Betonringe auf einer Transporter-Ladefläche.
(Quelle: Main-Rheiner, 27.06.2003)

Unzureichende Ladungssicherung: Verletzte
Bei einem mit elf Tonnen gefährlichen Gütern beladenen Lkw soll nach polizeilichen Erkenntnissen die Ladung (Fässer auf Paletten) nicht ordnungsgemäß gesichert gewesen sein. Folgen des Unfalls: Stoffaustritt, etwa zwanzig Verletzte Feuerwehrmänner und Autofahrer, welche über Augen- und Hautreizungen klagten und ambulant behandelt wurden. Bei den komplizierten Bergungs- und Reinigungsarbeiten standen rund 160 Feuerwehrpersonale im Einsatz, teilweise mit Schutzanzügen und Atemschutz. Sickerstoffe gelangten ins Erdreich und führten dazu, dass die Erde auf einer Strecke von einhundert Metern rund zwei Meter tief ausgekoffert werden sollte.
(Quelle: Frankfurter Rundschau, 27.06.2003)

Peru: Lkw mit Dynamit explodiert
Ein mit 12,5 to. Dynamit beladener Lastwagen explodierte in Peru. Wie die BILD-Zeitung am 20.06.2003 berichtete, wurden weder vom Fahrer, noch von zwei Beifahrern Überreste gefunden.

Vollsperrung auf Autobahn 10
Aus unbekanntem Grund kippte ein mit Gefahrgut (Trichlorethylen) beladener Lkw auf der A 10 um. Eine geringe Menge der Ladung trat aus. Die Autobahn wurde für Bergungsarbeiten in Richtung Frankfurt/Oder komplett gesperrt.
(Quelle: Berliner Morgenpost, 19.06.2003)

VAE: Explosion auf Tankschiff
Bei einer Explosion auf einem Öltanker vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate wurden vier Menschen getötet, weitere verletzt. Der Unfall soll sich während der Umladung auf ein anderes Wasserfahrzeug ereignet haben.
(Quelle: Vorarlberg online, 19.06.2003)

Ladungssicherungs-Kontrollen mit Praxis-Ausbildung
Die Beamten der Autobahnpolizeireviere Linstow und Dummerstorf kontrollierten auf der Autobahn 19 zwischen den Anschlußstellen Kavelstorf und Kessin Lkw, Kleinlastwagen und Busse. Kontrolliert wurde insbesondere die richtige Ladungssicherung. Wegen festgestellter Mängel wurden Verwarngelder erhoben. Ein Fahrzeugführer musste den geladenen Bagger abladen, da die zulässige Fahrzeugbreite überschritten war. 26 Beamte waren im Einsatz, darunter Lehrgangsteilnehmer des Bildungsinstitutes der Polizei Güstrow.
(Quelle: Güstrower Anzeiger, 20.06.03)

Schwerer Verkehrsunfall mit Tanklastzug
In der Fürther Hafenstraße fuhr ein mit 32.000 Litern Diesel beladener Tanklastzug ungebremst auf drei vor ihm an einer rot signalisierenden Ampel stehende Pkw auf. Zwei der Pkw gingen in Flammen auf. Der Fahrer eines VW Passat starb noch am Unfallort, ein neunjähriges Kind starb einen Tag später im Krankenhaus. Darüber hinaus gab es Schwerverletzte. Das Feuer griff nicht auf den Tanklastzug über.
(Quelle: u.a. Stuttgarter Nachrichten, 23.06.2003)

Illegale Beschäftigung und Kleintransporter
Am 03.06.2003 haben Beamte der Autobahnpolizei und des Hauptzollamtes Bielefeld im Rahmen einer Schwerpunktkontrolle auf der Autobahn 2 in Höhe Gütersloh/Porta-Westfalica insgesamt 90 Kleintransporter und deren Fahrpersonale überprüft. Es sollen zahlreiche Strafverfahren eingeleitet worden sein. Bei einer vorangegangenen Schwerpunktkontrolle im Mai 2003 sind bereits einmal 88 Fahrzeuge gecheckt worden. Die Behörden nehmen das Ergebnis der Kontrollen zum Anlass für weitere Überprüfungen.
(Quelle: Bezirksregierung Detmold für Ostwestfalen-Lippe, 04.Juni 2003)

Frachter aufgebracht: 680 to. TNT an Bord
Die griechischen Behörden haben den auf den Komoren registrierten Frachter »Baltic Sea« aufgebracht. Das Schiff wurde im Ionischen Meer gestellt und von Patrouillenbooten zum abgelegenen westgriechischen Hafen Astakos geleitet. Anti-Terror-Einheiten gingen an Bord, da ein terroristischer Hintergrund vermutet wurde. Gegen die Besatzung wurde Anklage erhoben (illegaler Besitz und Transport von Sprengstoff). Die nicht ordnungsgemäß deklarierte und angemeldete Ladung wurde mit Militärlastwagen in griechische Militärdepots verbracht. Hinweise auf die verdächtig gefährliche Fracht waren nach Angaben griechischer Behörden von den Geheimdiensten verschiedener Staaten, auch der USA, eingegangen. Die Baltic Sea soll den Sprengstoff  bereits am 12.Juni in Gabes (Tunesien) geladen haben. Wegen eines Disputes zwischen am Transport beteiligter Parteien, insbesondere einer türkischen Reederei und dem tunesischen Verkäufer soll das Schiff wochenlang im Mittelmeer herumgeirrt sein. Als Käufer soll eine Briefkasten im Sudan aufgetreten sein. Als Eigner des 37 Jahre alten Schiffes wird eine Reederei auf den Marshall-Inseln genannt.
(Quellen: Welt am Sonntag, Ruhr-Nachrichten, 24.06.2003, Die Welt, Spiegel online, alle 23.06.2003).

4.500 Liter in die Elbe getankt
Das Bebunkern des niederländischen Schwimmbaggers »Geopotes 14« durch das Tankschiff »Oberon« verlief nicht ohne Zwischenfall: 4.500 Liter Schweröl liefen in Höhe des Liegeplatzes Neue Seebäderbrücke in die Elbe vor Cuxhaven.
(Quelle: Cuxhavener Nachrichten vom 18.06.2003)

Abenteuer Ladungssicherung
Bei einer Schwerverkehrs-Kontrolle der Autobahnpolizei Herborn wurden auf dem Parkplatz Hohenrain 60 Kfz. kontrolliert. Fast alle Fahrzeuge wiesen Mängel auf. Drei Lkw, die auf der A45 unterwegs gewesen waren, wurden vorläufig festgesetzt. Bei allen dreien wurden erhebliche Ladungssicherungsmängel festgestellt. Die »Dill-Post« berichtete und schrieb: »Bei allen dreien war die Ladung abenteuerlich schlecht gesichert.«
(Quelle: Dill-Post, 18.Juni 2003)

Tanklastzug verunfallt
Am 16.Juni 2003 kam ein aus Motorwagen und Anhänger bestehender Tanklastzug auf der Bundesstraße 110 zwischen Groß Lüsewitz und Sanitz auf gerader Strecke von der Fahrbahn ab. Die Zugmaschine stürzte um, der Anhänger riss ab und kam an einem Hang, unmittelbar vor einem Feuchtbiotop, zum Stillstand. Polizei und Feuerwehr - inklusive Spezialgruppe für Gefahrgutunfälle - standen im Einsatz. Mittels Auffangbecken wurde bereits ausgetretenes Produkt aufgenommen. Das Gros der Ladung wurde in ein Ersatzfahrzeug umgepumpt. Der 39-jährige Fahrzeugführer blieb unverletzt.
(Quelle: Ostsee-Zeitung vom 17.Juni 2003)

Tanklastzug im Straßengraben
Am 11.Juni 2003 wurde die Bundesstraße 166 nördlich von Schwedt aufgrund eines Unfalles und nachfolgender Bergungsarbeiten gesperrt: Ein Tanklastzug war von der Fahrbahn abgekommen, hatte ein Verkehrszeichen überrollt, den Waldrand gestreift und war dann im Straßengraben zum Stillstand gekommen. Das Tankfahrzeug beförderte kein Gefahrgut mehr, war jedoch leer und ungereinigt. Die Feuerwehr stand im Einsatz.
(Quelle: Nordkurier online vom 12.06.2003)

Im hohen Norden mehren sich die Gefahrgut-Verstöße
Das Bundesland Schleswig-Holstein sieht sich mit einer Zunahme der Verstöße gegen die Gefahrgutbestimmungen konfrontiert. Während 1998 »nur« jeder zehnte, kontrollierte Transport zu bemängeln war, betrug die Mängelquote im letzten Jahr schon runde 25 Prozent. Insgesamt wurden 5.302 Lastkraftwagen kontrolliert und davon 1.311 beanstandet. Häufigste Mängelgründe: Mangelnde Ladungssicherung und fehlende Kennzeichnung. Auffällig ist, dass nicht-EU-Fahrzeuge, insbesondere osteuropäische Fahrzeuge, eine eklatant hohe Mängelquote von ca. 40 Prozent aufwiesen.
(Quellen: Kieler Nachrichten vom 12.06.2003, Verkehrsrundschau vom 11.06.2003)

Illegale Beschäftigung im Verkehrswesen:
Haftstrafe gegen Kralowetz verhängt
Das Landgericht München II hat im Verfahren gegen den Spediteur Kralowetz das Urteil gesprochen: Kralowetz erhielt eine Haftstrafe von 3 Jahren und acht Monaten. Das Urteil ist rechtskräftig. Das Verfahren gegen den mitangeklagten 45-jährigen deutschen Speditionsangestellten Joachim Seiboth wurde abgetrennt. Gegen Seiboth wird in München weiter verhandelt.
(Quelle: Standard.at vom 12.06.2003)

Binnentanker leckgeschlagen
In der Mainschleuse Eddersheim wurde bemerkt, dass das mit 1.750 to. Öl beladene Binnentankschiff »Anouk« ein Leck aufwies. Das Leck konnte abgedichtet werden, ohne dass Öl in den Fluss geriet. Man vermutet, dass die »Anouk« aufgrund des Wellenschlages eines zu schnell zu Tal fahrenden Entgegenkommers zwischen Flörsheim und Rüsselsheim Grundberührung bzw. Berührung mit einem unbekannten Schiffahrtshindernis unter Wasser bekam.
(Quelle: Main-Rheiner vom 06.06.2003)

Tankschiff auf Maingrund: Freigeschleppt und dicht
Das Binnentankschiff »Innovation 2« mit Heimathafen Rotterdam kam an einer Engstelle des Mains unterhalb der Kostheimer Schleuse neben der Fahrrinne auf Grund. Das Verlassen des Fahrwassers blieb insoweit folgenlos, als das mit 1.700 to. Benzin beladene Schiff nach Freischleppen seine Fahrt fortsetzen konnte. Die Wasserschutzpolizei Wiesbaden ermittelte. Der Schiffsführer erhielt eine Ordnungswidrigkeitenanzeige. Die Schiffahrt auf dem Main war für zwei Stunden behindert.
(Quelle: Main-Rheiner vom 05.06.2003)

Tanklastzug-Unglück in Amman, Jordanien: 15 Tote
Bei einem Unfall eines Tanklastzuges in der jordanischen Hauptstadt Amman kamen 15 Menschen ums Leben, weitere 20 Menschen wurden verletzt. Der Tanklastzug konnte in der Stadtmitte Ammans, in Nähe des Botschaftsviertels mit mehreren Luxushotels, vor einer Ampel nicht mehr zum Stehen kommen und ging in Flammen auf. Bei den Getöteten handelt es sich um Autofahrer, die ihre Fahrzeuge nicht mehr verlassen konnten.
(Quellen: Voralberg online und TAZ vom 05.06.2003)

Eisenbahn-Kesselwagen verlor Produkt: Großeinsatz
Nachdem ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG bemerkt hatte, dass aus einem mit Gefahrgut (Methyl-tert-Butylether, MTBE) beladenen polnischen Eisenbahn-Kesselwagen Flüssigkeit tropfte, wurde im Rahmen eines Großeinsatzes der Einsatzkräfte der Bahnhof von Pasewalk (Kreis Uecker-Randow, Vorpommern) für mehr als vier Stunden gesperrt. Der Bahnhof wurde evakuiert und der Fahrstrom abgeschaltet. Die Feuerwehr legte um den aus dem Zugverband genommenen und auf ein Nebengleis rangierten Kesselwagen einen Schaumteppich und kühlte den Waggon, da an der Einsatzstelle aufgrund der Produkteigenschaften (giftig, leicht entzündbar) Explosionsgefahr herrschte. Das Leck wurde mit einer Dichtbandage abgedichtet. Problematisch war, das die Dichtbandage wegen großer Sommerhitze (35 Grad im Schatten) den Belastungen zunächst nicht standhielt. Menschen kamen nicht zu Schaden. Am Nachmittag konnte der Zugverkehr wieder aufgenommen werden. Insgesamt standen ca. 200 Feuerwehrmänner, 17 BGS-Beamte, 24 Polizeibeamte sowie Rettungskräfte und Mitarbeiter der Bahn im Einsatz.
(Quellen: Nordkurier Online vom 05. und 06.06.2003, Ostsee-Zeitung, Schweriner Volkszeitung, Freie Presse online, NZ Netzzeitung GmbH vom 05.06.2003)

Tanklastzug umgestützt - 15.000 Liter Produkt ausgetreten
Auf der BAB 8, kurz hinter der Anschlußstelle Ulm-Ost, geriet ein Tanklastzug mit Anhänger ins Schleudern und stürzte auf die Mittelleitplanke. Bei dem Unfall rissen die Tanks auf. In der Folge liefen 15.000 Liter Produkt (Heizöl/Diesel) aus. Der größte Teil der ausgelaufenen Ladung versickerte nahe der Mittelleitplanke, der Rest lief über beide Fahrbahnen der Autobahn und drang rechts und links neben der BAB in den Boden ein. Die Landeswasserversorgung Baden-Württemberg schaltete daraufhin alle Trinkwasserbrunnen eines nahegelegenen Trinkwasserschutzgebietes vorsichtshalber ab. Die Autobahn blieb einen Tag lang in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Mit zwei Baggern wurde über dreihundert Kubikmeter verseuchtes Erdreich aufgenommen und mit Containern zu einer Bodenreinigungsanlage abgefahren, um es biologisch zu reinigen. Über parallel zu den Fahrbahnen angelegte Drainagen wurde Öl in speziell angelegten Sammelschächten gesammelt. Da die Farbahnen durch das ausgelaufene Dieselöl die nötige Griffigkeit eingebüßt hatten, mussten die betroffenen Fahrbahnen abgefräst und neu asphaltiert werden. Die im verunglückten Tanklastzug verbliebene Restmenge von 17.000 Liter Produkt wurde in ein anderes Fahrzeug umgeladen. Der Lkw-Lenker hatte sich bei dem Unfall leichte Verletzungen zugezogen. Auf Behördenseite wird davon ausgegangen, dass aufgrund einer undurchlässigen Bodenschicht in ca. einem Meter Tiefe kein Öl ins Grundwasser gelangen wird.
(Quellen: Nürnberger Nachrichten vom 04.06.2003 und Augsburger Allgemeine vom 04.06. und 05.06.2003)

5 Tonnen Klasse 8 im Fahrzeug und 2,18 Promille Klasse 3 im Fahrer
Die Villacher Polizei hielt am Sa, den 31.Mai 2003 auf der österreichischen Südautobahn einen aus Italien nach Österreich eingefahrenen Lkw an. Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass der Lastwagen 5 to. Gefahrgut der Klasse 8 geladen hatte. Die Beförderungspapiere waren mangelhaft ausgestellt, ein Feuerlöscher fehlte. Ein am polnischen Fahrzeugführer vorgenommener Alkoholtest ergab 2,18 Promille.
(Quellen: Salzburger Nachrichten vom 2.6.2003, Kurier.at vom 31.05.2003)

GüKG/GüKBillBG-Auftraggeberhaftung:
Hohe Bußgelder durch das Bundesamt für Güterverkehr verhängt
Das Bundesamt für Güterverkehr hat unlängst in zwei Fällen hohe Bußgelder gegen Auftraggeber im gewerblichen Güterkraftverkehr verhängt. Wegen Verstoßes gegen die Bestimmungen des GüKG (siehe auch §7c GüKG/GüKBillBG,  sogenannte Auftraggeberhaftung), wurden Bußgelder in Höhe von EUR 44.145,-- und EUR 8.040,-- verhängt. Nach Mitteilung des BAG hatten die Unternehmen als Auftraggeber Beförderungen im gewerblichen Güterkraftverkehr durchführen lassen, obwohl die eingesetzten Frachtführer nicht zur Durchführung der Verkehre berechtigt waren.
(Quelle: BAG)

Ladungssicherung: Kontrollergebnisse des Amtes für Arbeitsschutz
Im Rahmen von Ladungssicherungs-Kontrollen, die das Staatliche Amt für Arbeitsschutz, Wuppertal, im Raum Düsseldorf, Remscheid, Solingen, Mettmann durchführte, wurden »erschreckend hohe« Mängelquoten festgestellt. Hier einige Ergebnisse: Beanstandungsquote bei beladenen Fahrzeugen: 86%. Untersagung der Weiterfahrt bis zur Nachbesserung der Ladungssicherung: 38%. Ca. 76% der Fahrzeugführer und Verladepersonale sind gar nicht oder unzureichend ausgebildet. Der Amtsleiter weist darauf hin, dass die festgestellt hohe Mängelquote es gebietet, die Betriebe zum Thema Ladungssicherung verstärkt zu informieren, zu beraten und zu überwachen.
(Quelle: Remscheider GA, 28.05.2003)

Tanklastzug verunfallt
Am Dienstag, den 27.Mai 2003 kollidierten auf der Bundesautobahn zwischen  Stuttgart und Karlsruhe ein Sattelzug und ein Tanksattelzug. Nach Informationen der Autobahnpolizei hatte der Fahrzeugführer des Tanksattelzuges eine Verkehrsstörung zu spät bemerkt und war aufgefahren.
Es gab keine Verletzten. Der Sachschaden beläuft sich auf ca. 60.000 EUR.
(Quelle: Stuttgarter Zeitung, 28.05.2003)

CEMT-Genehmigungen
Es gibt Überlegungen im Verkehrsministerium und auf EU-Ebene, die  Verweildauer von ausländischen Fahrzeugen mit CEMT-Genehmigungen im EU-Binnenmarkt zu begrenzen. Entsprechende Regelungen, welche die Verweildauer solcher Fahrzeuge auf sechs Wochen verkürzen, werden voraussichtlich ab 2004 greifen.
(Quelle: BAG, BMVBW)

Bundesweite Schwerpunktkontrollen
Kürzlich wurde im Rahmen eines Aktionstages eine bundesweite »Kontrolle des gewerblichen Personen-, Güter und Gefahrgutverkehrs« - insbesondere auf Bundesautobahnen (BAB) - durchgeführt. Details dazu im Rahmen weiterer News auf dieser Seite.

Illegale Beschäftigung: Auch in der Bus-Touristik
Seit dem September 2001 steuert der Gestezgeber u.a. mit dem durch das GüKBillBG geänderte/ergänzte GüKG der illegalen Beschäftigung im Güterkraftverkehr (Lkw-Fahrpersonale) massiv entgegen. Durch das
GüKBillBG werden insbesondere die Auftraggeber von Lkw-Transporten unter massiver Bußgeldandrohung (max. 250.000 EUR) gesetzlich verpflichtet, für die Einhaltung der Gesetze durch die eingesetzten Spediteure/Frachtführer zu sorgen. Doch auch in der Bus-Touristik scheint die illegale Beschäftigung von Fahrpersonalen ein Thema zu sein: Allein ein Busunternehmen aus dem Raum Mannheim soll mit 1.600 illegal beschäftigten Busfahrern einen Sozialversicherungsschaden in Millionenhöhe verursacht haben. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden arbeiteten in dem Busunternehmen über einen gewissen Zeitraum ca. 1.600 Russen illegal als Fahrer. Dem Zollamt Nürnberg war der Sachverhalt infolge einer Fahrzeugkontrolle aufgefallen. Im Rahmen einer anschließenden Razzia setzte die Zollbehörde 600 Mitarbeiter ein, die  Firmen- und Privaträume durchsuchten.
(Quelle: Ruhr-Nachrichten, 9.Mai 2003)

Die Presse, die Experten und der Gefahrgutbegriff...
Angesichts der letzten schweren Busunglücke berichtete die BILD-Zeitung am 21.Mai 2003 u.a. über einen Unfall eines dänischen Reisebusses, der bei Preetz in Schleswig-Holstein eine Böschung herunterstürzte (20 Verletzte). Am Ende des Artikels veröffentlichte BILD die Frage eines ihrer Leser: »Wieso darf ein Bus mit Menschen überhaupt 20 km/h schneller fahren als ein Tiertransporter?« BILD lieferte die Antwort eines ADAC-Pressesprechers gleich mit: »Es ist aberwitzig. Aber der Mensch gilt nicht als Gefahrengut. (...)«
Ach so ??! --- Die Definition von Gefahrgut finden Sie
hier.
Übrigens: BILD titelte den Beitrag:
»Warum dürfen Busse schneller fahren als Schweinelaster?«
(Quelle: BILD, 21.Mai 2003)

Chemie-Kesselwagen aus der Spur
Am Morgen des 21.Mai 2003 gegen 06:30 Uhr entgleiste auf der Eisenbahnstrecke zwischen Wolfenbüttel und Schöppenstedt in Höhe des Abzweiges Wendessen ein mit UN 1182 Ethylchlorformiat beladener Kesselwagen. Der Zug, der aus einer Lokomotive und drei Wagen bestand, stoppte daraufhin in Höhe der Lindenhallenbrücke. Gegen 07:22 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, die gemeinsam mit einer Werksfeuerwehr des Empfängers zum Unfallort ausrückte. Der Kesselwagen, der kein Leck aufwies, wurde von Bahnbediensteten wieder aufgegleist und dem Empfänger zugestellt.
(Quelle: Newsclick.de, 22.Mai 2003)

Ladungssicherungskontrolle auf der BAB 6
Sowohl in Fahrtrichtung Nürnberg, als auch in Gegenrichtung kontrollierten Polizeibeamte auf der Bundesautobahn 6 in Höhe der Parkplätze Laubenschlag die richtige Sicherung der Ladung. Insgesamt wurden 115 Lastwagen überprüft, von denen mehr als die Hälfte beanstandet werden mussten, davon 26 wegen mangelnder Ladungssicherung. Ein Beispiel: Ein Kleintransporter mit mangelhaft gesichertem Gefahrgut, dessen Fahrer sich darüber hinaus nicht bewusst war, dass er Gefahrgut transportierte. Folge: Bußgelder für Fahrer und Verlader (100,- EUR bzw. 700,- EUR).
(Quelle: Oberpfalznet, 20.Mai 2003)

Schwerverkehrskontrolle auf der BAB 3
Das Polizeipräsidium Westhessen führte an der BAB 3 (Raststätte Medenbach) Kontrollen in beiden Fahrtrichtungen durch. Kontrollergebnis: Kopfschütteln bei den Beamten aufgrund der Mängel hinsichtlich Überladung, Überbreite und mangelnder Ladungssicherung, 65 Fahrzeuge kontrolliert, 20 mal die Weiterfahrt untersagt, 33 Verwarnungen, 12 Mängelanzeigen.
Bemerkenswert: Alle sechs Schwer-/Großraumtransporter, welche in die Kontrollen einfuhren, mussten vorübergehend stillgesetzt werden. Auch  »Wiederholungstäter« fuhren in die Kontrollstelle ein...
(Quelle: Main-Rheiner, 21.Mai 2003)

Schwerverkehrskontrolle mit »Blitzschutz«
Weil die Durchführung einer Schwerverkehrskontrolle für die eingesetzten Polizeibeamten trotz Hinweises auf die Kontrolle zu gefährlich erschien, musste im Kontrollbereich der BAB-Verkehrspolizeiinspektion Hermsdorfer Kreuz unterstützend eine Radarkontrolle mit Blitzgerät installiert werden. 60 Kontrollpersonale, darunter Polizeibeamte, Feldjäger (deutsche Militärpolizei), Beamte von Landes- und Kreisbehörden und Mitarbeiter des Bundesamtes für Güterverkehr waren im Einsatz. Ein zweiter Kontrollpunkt an einer Landstraße fing diejenigen Fahrzeuge auf,welche die angekündigte BAB-Kontrolle umfahren wollten. Neben anderen Mängeln wurden auch solche bei der Ladungssicherung festgestellt. Bemerkenswert: Trotz Warnschildern und »Blitzschutz« wurden 750 Temposünder erfasst...
(Quelle: Ostthüringer Zeitung, 19.Mai 2003)

Ladungssicherungskontrollen auf der A2 bei Dortmund
Auf dem BAB-Parkplatz »Kleine Herrenthey« kontrollierten Beamte der Polizei und Mitarbeiter des Amtes für Arbeitsschutz den Schwerlastverkehr, insbesondere die Ladung und Ladungssicherung. Beispielhafte Erlebnisse: Ein überladener Klein-Lkw, der maximal 2,4 to. transportieren durfte, jedoch mit eintausend Pakete zu je 3 kg brt beladen war. Und ein Seniorchef einer Spedition, der hinsichtlich Ladungssicherung kein Einsehen zeigte (Motto: Das machen wir schon seit 26 Jahren so. Da ist noch nie etwas passiert...)
(Quelle: Ruhr-Nachrichten, 16.Mai 2003)
 
Verkehrsblatt Nr. 7
Im Verkehrsblatt Nr. 7 vom 15.April 2003 findet sich eine Reihe von Bekanntmachungen zur Beförderung gefährlicher Güter, insbesondere Richtlinien und multilaterale Vereinbarungen. Das Verkehrsblatt kann bezogen werden über: Verkehrsblatt-Verlag, Hohe Straße 39, Dortmund, Telefon: 0180-5340140, Fax: 0180-5340120).

Undichte Kesselwagen
Weil Bahnmitarbeiter die Wahrnehmung eines durchdringenden Geruches meldeten, wurde ein mit gefährlichen Gütern beladener Güterzug gegen sechs Uhr morgens bei Eltville angehalten und vorsichtshalber einen Kilometer auf die freie Strecke gedrückt. Untersuchungen ergaben, dass durch undichte Deckeldichtungen zweier Kesselwagen geringfügige Mengen Produkt austraten.
Der Zug konnte seinen Weg später fortsetzen. Für die Bevölkerung bestand nach Angaben der Polizei keine Gefahr. Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte befanden sich dennoch im Großeinsatz. Als Folge des Zwischenfalls verspäteten sich über sechzig Züge im Raum Wiesbaden/Eltville.
(Quellen: Focus online, 25.April 2003 und Südwest Presse vom 26.April 2003)

Mannigfaltige Mängel
Bei der Kontrolle eines polnischen Sattelzuges auf der Bundesstraße 36 stellten Polizeibeamte der Mannheimer Motorradstaffel am 22.April 2003 wie folgt fest: 24 Tonnen gefährliche Ladung, defekte Schwingungsdämpfer, poröse Federbälge, verschlissene und teilweise stark beschädigte Reifen, rissige Bremsscheiben. Das Fahrzeug wurde stillgesetzt.
(Quelle: Main-Rheiner.de, 24.04.03)

Ladung marschierte durch Bordwand
Nördlich von Hamm/Westfalen, an der Einmündung der B63 und dem Zubringer zur A1, verlor ein Lkw am 25.April 2003 ein schweres Ladungs-/Maschinenteil. Die Ladung rutschte, durchschlug bei Kurvenfahrt (Abbiegen) die linksseitige Bracke, riss diese vollständig heraus und kam mitten auf der Straße zu liegen. Die herbeigerufene Polizei sicherte die Unfallstelle. Zur Bergung der gewichtigen Ladung mußten ein Mobilkran und ein Ersatz-Lkw ausrücken. Nach Abschluß der Aufräumarbeiten blieb in der Straßendecke ein Schlagloch zurück.
(Quelle: Alpha Gefahrgut Consulting (vor Ort))

Ladungssicherung: Verstärkt ein EU-Thema
Innerhalb der Europäischen Union soll das Thema Ladungssicherung intensiver diskutiert werden und europaweit eine verstärkte Aufklärungsarbeit organisiert werden. Die Europäische Union hat ein Gremium zur Ladungssicherung eingerichtet, dem auch deutsche Sachverständige angehören.
(Quelle: Europäische Union)

Fehlender Feuerlöscher
Aktuelles Kontrollergebnis des Einsatzzuges der Hofer Polizei: Ein auf der B 173 kontrollierter Lastwagen hatte circa 10 to. Gefahrgut geladen, doch nicht die vorgeschriebene Anzahl von Feuerlöschern an Bord. Außerdem war die Prüffrist für die Feuerlöscher nicht eingehalten und es fehlten Bestandteile der persönlichen Schutzausrüstung für den Fahrzeugführer.
(Quelle: Frankenpost online, 17.April 2003)

Polizeikontrolle an der A 19
Nach Angaben der Polizeidirektion Rostock kontrollierte man an der A19 insgesamt 61 Lastkraftwagen. Unter anderem nahmen 15 Beamte im Rahmen eines Lehrganges »Fahrpersonale und Ladungssicherheit« des Bildungsinstitutes der Polizei Güstrow an der Kontrolle teil. Fernerhin dabei: Zehn Beamte der Autobahnpolizei und der Verkehrskontrollgruppe Rostock.
Beispielhaft ein Kontrollergebnis: Der Fahrer eines Klein-Lkw hatte das auf einen Anhänger geladene Boot lediglich mit einem Haken »gesichert«. Die Zurrgurte brachte der Fahrer erst nach polizeilicher Aufforderung an der Ladung an. Eine andere Wagenlenkerin beförderte zahlreiche Bretter lose und ohne jede Sicherung auf der Ladefläche. Insgesamt wurden sechs Verstöße gegen eine ordnungsgemäße Ladungssicherung festgestellt.
(Quelle: Schweriner Volkszeitung, 17.April 2003)

Ladungssicherung und Überladung: Verstöße nehmen zu
Nach Meinung des Leiters des Autobahn-Polizeireviers Wismar, Hermann Borgward, nehmen Verstöße wie unzureichende Ladungssicherung und Überladung im gewerblichen Güterkraftverkehr zu. Im Rahmen des täglichen Streifendienstes wurden ca. 400 solcher Mängel festgestellt. In rund 190 Fällen wurde den Fahrzeugführern die Weiterfahrt untersagt, bis die Mängel abgestellt waren.
(Quelle: Ostsee-Zeitung, 16.April 2003)

Entsetzliches Bus-Unglück durch unzureichende Ladungssicherung:
Ein schwerer Busunfall, bei dem 21 Schüler getötet und 32 Menschen zum Teil schwer verletzt worden sind, ereignete sich am 14.April in der Nähe von Larissa in Griechenland. Ein Lastwagen verlor geladene Holzplatten, die den Bus trafen und einige Kinder enthaupteten. Auf den verunfallten Bus fuhren zwei Pkw auf und gerieten in Brand. Die meisten der 15jährigen getöteten Schüler stammten aus dem griechischen Dorf Makryhori. Sie waren auf dem Heimweg von einer dreitätigen Klassenfahrt.
(Quelle: Ruhr-Nachrichten, Web.de, 15.April 2003, Radio WDR2, 14.April 2003)

Undichte Fässer
Mitarbeiter einer internationalen Spedition in Hamburg bemerkten bei einem Rundgang, dass einige zwischengelagerte Fässer undicht waren. Die 200-Liter Behälter enthielten Kaliumpermanganat. Die herbeigerufene Feuerwehr packte die Fässer in Bergungsfässer.
(Quelle: Hamburger Abendblatt, 11.April 2003)

Lkw verläßt Fahrbahn - Gefahrgutzug verläßt Wache
Ein französischer Lkw kam in der Nacht vom 9. auf den 10.4.2003 auf der Autobahn 8 aus zunächst ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab und geriet auf einen angrenzenden Acker. Elf Fässer der aus insgesamt 104 Fässern bestehenden Ladung einer ätzenden Flüssigkeit fielen vom Fahrzeug. Der Gefahrgutzug der Leonberger Feuerwehr rückte mit 44 Mann aus. Ein noch auf der Ladefläche des Lkw befindliches Fass war leckgeschlagen, eine kleine Menge Produkt auf den Acker gelaufen. Das zuständige Umweltamt wurde informiert.
(Quelle: Leonberger Kreiszeitung, 11.04.2003)

Schwerpunktkontrolle: Klein-Lkw
Bei einer Schwerpunktkontrolle auf der Autobahn 1 zwischen Arsten und Brinkum überprüfte die Polizei insgesamt 40 Kleintransporter der sogenannten »Sprinter-Klasse«, insbesondere auch auf richtige Ladungssicherung. Festgestellte Mängelquote: über 50%.
(Quelle: Die Welt, 11.April 2003)

Ladung vom LKw gerutscht
Ein Gefahrgut-Lkw verlor in einem Kreisverkehr bei Mönchengladbach sechs Fässer mit Chemikalien. Die Fässer waren offensichtlich wegen mangelnder Ladungssicherung zunächst verrutscht und dann vom Fahrzeug gefallen. Die Feuerwehr rückte zum Unfallort aus. Eine herbeigerufene Firma besorgte die Bergung der Fässer. Der Lkw wollte eigentlich auf die Autobahn 44 auffahren.
(Quelle: Neuss-Grevenbroicher Zeitung, 8.April 2003)

Tanklast-Anhänger umgekippt
Der Anhänger eines mit circa 12.000 Litern Diesel beladenen Tanklastzuges kippte auf der B 258 um, nachdem das Fahrzeug zuvor ins Schlingern geraten war. Es lief Dieselöl aus, das von der Feuerwehr mit Bindemitteln aufgenommen wurde. Der größte Teil der Ladung wurde in ein Ersatzfahrzeug umgepumpt. Die Umweltbehörden wurden alarmiert, die B 258 war zeitweise vollständig gesperrt.
(Quelle: Aachener Zeitung, 7.4.2003)

Lastzug ausgebrannt
Ein dänischer Lkw, beladen mit ca. 25 to. Insektizid der UN 3017, brannte in der Nacht zum 2.April auf der B 51 nahe Stadtkyll (Kreis Bitburg-Prüm) aus. Das Fahrzeug war von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Brückenpfeiler gefahren. Infolge des Unfalls geriet zunächst die Zugmaschine in Brand. Der Fahrer konnte leicht verletzt aus dem Fahrerhaus geborgen werden. Der bei dem Brand entstandene Rauch enthielt Blausäure, Ammoniak und Salzsäure. Da der Wind jedoch günstig stand, soll keine Gefahr für Anwohner bestanden haben. 70 Wehrmänner der Feuerwehr unterzogen sich nach Abschluss der mehrstündigen Löscharbeiten jedoch vorsichtshalber einem Bluttest. An der Unfallstelle wurde kontaminiertes Erdreich abgetragen.
(Quellen: Pforzheimer Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, 2.April 2003, taz vom 10.April 2003)

Ladungssicherung erst nach Kontrolle
Im Rahmen einer Verkehrskontrolle der Polizeidirektion Grimma (Kontrollgruppe Schwerverkehr/Gefahrgut) auf der Bundesstraße 95 bei Altmörbitz wurde auch die Ladungssicherung kritisch geprüft. Drei Fahrzeugführer durften erst weiterfahren, nachdem sie ihre Ladung ordnungsgemäß - und nachträglich - gesichert hatten.
(Quelle: Leipziger Volkszeitung, 2.April 2003)

Mangelhafte Ladungssicherung mal 17
Im Rahmen einer gemeinsamen Schwerverkehrskontrolle der Polizei, des Bundesamtes für Güterverkehr, des Zolls und der Gewerbeaufsicht auf der A7 bei Soltau stellten die Kontrolleure allein 17 mal mangelhafte Ladungssicherung oder Überladung fest. Zwei Fallbeispiele:
1: Radioaktives Gefahrgut in Packstücken, ungesichert auf der Ladefläche.
2: Alteisen-Ladung unzureichend gesichert und bereits teilweise verrutscht.
(Quelle: Walsroder Zeitung, 2.April 2003)

Am Stauende auf Gefahrgut-Lastzug aufgefahren
Wegen eines schweren Verkehrsunfalls war die Autobahn A8 in Höhe des Leonberger Dreiecks zeitweise gesperrt. Aufgrund der Sperrung bildeten sich Staus. Am Stauende fuhr ein Sattelzug aus der Schweiz auf einen holländischen Zug auf, der 20 to. Gefahrgut (Polymerkügelchen) geladen hatte. Insgesamt wurden durch die Wucht des Aufpralls vier Lkw ineinander geschoben. Die Sachschadenhöhe betrug geschätzte 140.000 EUR. Das  Gefahrgut geriet unfallbedingt teilweise auf die Fahrbahn. Die ohnehin im Einsatz stehende Feuerwehr forderte weitere Kräfte an, u.a. um das Gefahrgut zu bergen. Schlussendlich wurde die Fahrbahn durch eine Spezialfirma gesäubert. Im Einsatz waren neben der Feuerwehr das DRK, das Umweltschutzamt Böblingen und die Autobahnmeisterei.
(Quellen: Stuttgarter Zeitung, Leonberger Kreiszeitung, 2.April 2003)

Tankschiff-Rempelei im Karlsruher Hafen
Im Karlsruher Ölhafen sind während eines Ablege-Manövers zwei mit Heizöl beladene Binnentankschiffe aus Deutschland und den Niederlanden kollidiert. Es trat kein Öl aus und es wurde niemand verletzt. Nach Mitteilungen der Wasserschutzpolizei war der Unfall die Folge einer Unachtsamkeit des niederländischen Schiffsführers beim Ablegen.
(Quelle: Südwest-Presse, 20.03.2003)

Eisenchlorid ausgetreten
Im Bezirk Mistelbach bei Wilfersdorf (Österreich) verlor ein mit Eisenchlorid beladener Gefahrguttransporter Teile seiner flüssigen Ladung. Die Feuerwehr war im Einsatz und pumpte die gefährliche Flüssigkeit ab.
(Quelle: Salzburger Nachrichten, 20.03.2003)


Illegale Beschäftigung im Güterkraftverkehr:
Die EU-Fahrerlizenz ist seit 19.03.2003 in Kraft, aber noch nicht in deutsches Recht umgesetzt - BAG verkündet Übergangsregelung
Die neue
EU-Fahrerbescheinigung nach Verordnung (EG) Nr. 484/2002 ist seit dem 19.03.2003 in Kraft. Die VO (EG) Nr. 484/2002 gilt ab dem 19.03.2003 unmittelbar in allen Mitgliedstaaten. Mit einer Änderung des deutschen Güterkraftverkehrsgesetzes (GüKG) soll das zuletzt durch das GüKBillBG geänderte GüKG an die neue Rechtslage angepasst werden bzw. die unmittelbar geltende EU-Verordnung in deutsches Recht umgesetzt werden. Die Regelungen über die EU-Fahrerbescheinigung / die EU-Fahrerlizenz werden  voraussichtlich nach der Sommerpause des Parlamentes Eingang in das deutsche GüKG/GüKBillBG finden. Auch die bereits heute in Paragraph 7c des GüKG/GüKBillBG niedergelegte Auftraggeberhaftung soll auf die ab dem 19.03.2003 gültige EU-Fahrerlizenz abgestellt werden. Das Bundesamt für Güterverkehr hat angesichts dieser Situation in einem speziellen Merkblatt Übergangsregeln für den praxisgerechten Umgang mit der neuen EU-Fahrerbescheinigung veröffentlicht.
Alpha Gefahrgut Consulting bietet Seminare und »Checkerdays« zum aktuellen Thema GüKG/GüKBillBG und EU-Fahrerlizenz an. Mehr dazu unter Schulung/Termine oder unter diesem Link.


Ladungssicherung: Jetzt auch Privat-Pkw im Visier?
Der Blick der Polizei scheint sich jetzt auch Privat-Pkw zu richten: Nach Angaben der Jenaer Autobahnpolizei sind jeden Tag Autos zu sehen, deren Ladung nicht richtig gesichert ist. Die Jenaer Beamten richten ihre Aufmerksamkeit nun - im Frühling, zu Beginn der Bausaison - auch auf Privat-Kfz, die nach Beladung auf den Baumarkt-Parkplätzen Steine, lange Gegenstände oder sonstige speziell zu sichernde Ladung transportieren. Die Beamten verweisen auch darauf, dass bei solchen Gelegenheiten auch Gefahrgut in Privat-Kfz befördert wird, z.B. Gasflaschen mit Propangas oder Scheibenreiniger.
(Quelle: Ostthüringer Zeitung, 18.03.2003)

Tanklastzug umgestürzt - Gefahrgut ausgetreten
Ein mit ca. 36.000 Liter Diesel und Benzin beladener Tanklastzug aus Raunheim stürzte am 17.03.2003 auf der Autobahn A5 circa 200 m hinter dem Bad Homburger Kreuz um. Das Fahrbahn blieb quer über alle drei Fahrspuren liegen. Ein nachfolgendes Fahrzeug fuhr auf. Beide Insassen sowie der Lkw-Fahrer erlitten Verletzungen und wurden in Krankenhäuser transportiert. Etwa 10.000 Liter Kraftstoff liefen aus drei Lecks im Tankwagen aus. Davon gelangten ca. 2.000 Liter ins Erdreich, der Rest war durch eine Randsteinrinne in ein Ablaufbecken geflossen. Ca. 100 Wehrmänner der Feuerwehren Bad Homburg und Frankfurt standen im Einsatz. Da am Unfallort akute Explosionsgefahr herrschte, legte die Feuerwehr einen Löschteppich auf die Fahrbahn und um die Einsatzfahrzeuge. Durch Ölsperren wurde ein Eindringen des Gefahrgutes in Bäche und Kläranlagen verhindert. Dennoch vermeldete die Polizei ein »geringfügiges Fischsterben«. Deshalb wurden auch am Folgetag des Unfalles noch Spülvorgänge mittels eines Spezialfahrzeuges durchgeführt. Durch eine Laboruntersuchung sollte außerdem ermittelt werden, in welchem Ausmaß das Erdreich verseucht wurde. Der Tanklastzug musste zur Bergung von zwei herbeigerufenen Mobilkränen aufgerichtet werden. Nach Schätzungen beträgt der Schaden an den Fahrzeugen 230.000 EUR. Nicht eingerechnet sind mögliche Umweltschäden, Einsatzkosten und Bergungskosten. Es gab erhebliche Verkehrsstörungen.
(Quelle: Frankfurter Rundschau, Usinger Anzeiger, 18.03.2003)

Feuer in Kajüte und Maschine
Ein Binnentankschiff geriet auf dem Rhein in Brand. Die 110 Meter lange »Marco Gerhardt« war beladen mit 1800 Tonnen Naphta und stromaufwärts auf dem Weg von Rotterdam nach Godorf, als aus unbekannter Ursache in Höhe des Kölner Vorortes Merkenich ein Feuer in Kajüte und Maschinenraum ausbrach. Die dreiköpfige Besatzung stoppte das Schiff ca. 20 Meter neben dem Ufer und wurde von einem Löschboot einer Leverkusener Werksfeuerwehr aufgenommen. Der Kapitän musste mit Verbrennungen zweiten Grades in eine Spezialklinik verbracht werden. Die Löscharbeiten zogen sich über zwei Stunden hin und erforderten die Sperrung des Rheins für den Schiffsverkehr. 27 Binnenschiffe mussten ihre Reise zeitweilig stoppen. Zu dem Zwischenfall waren 100 Feuerwehrmänner mit 42 Fahrzeugen ausgerückt. Die Tanks nahmen keinen Schaden, es trat keine Ladung in den Rhein aus.
(Quelle: Kölner Stadtanzeiger, 18.03.2003)

Ladungssicherungs-Kontrollen auf der A9
Bei Schwerlastkontrollen der Polizeidirektion Hof auf der A9 wurde auch die richtige Sicherung der Ladung überprüft. So wurde z.B. einem Lkw-Fahrer, der 24 Bündel Metallstäbe geladen hatte, so lange die Weiterfahrt untersagt, bis die Ladung nachträglich ordnungsgemäß gesichert war. Bußgeldbescheide an die Beteiligten ergingen unabhängig davon.
(Quelle: Frankenpost online, 12.03.2003)

Nach Unfall mit Tanklastzug Trinkwasserbrunnen stillgelegt
Ein Unfall mit einem umgestürzten Tanklastzug führte dazu, dass in Esslingen vorsorglich die Wasserfassung Schießhaus, welche den Stadtwerken als Reserve für die Trinkwasserversorgung diente, stillgelegt wurde. Bei dem vorausgegangen Unfall an der Bundesstraße 10 waren circa 900 Liter Kraftstoff ausgelaufen. Es konnte nicht ausgeschlossen werden, dass Teile davon ins Grundwasser gelangt sind. Die Wasserschutzbehörde wollte darüberhinaus eine Spezialfirma mit der Anlage eines Abwehrbrunnens beauftragen. Die Analysen können sich über Wochen hinziehen.
Bei dem Unfall war am 11.03.2003 ein Tanklastzug auf der B10 in Richtung Plochingen umgestürzt und auf der Leitplanke liegen geblieben. Zwei Tanks schlugen leck. Die Feuerwehr war mit neun Fahrzeugen, dem Umweltwagen und 38 Wehrmännern ausgerückt. Über Stunden gelang es, ca. 6.000 Liter Benzin und Diesel aufzunehmen, doch circa 900 Liter versickerten. Der Sachschaden betrug ca. 160.000 Euro.
(Quellen: Eßlinger Zeitung, Sindelfinger Zeitung, Stuttgarter Nachrichten, jeweils 12.03.2003)

Ostsee: Erneute Tanker-Kollision
Im Seegebiet zwischen Finnland und Estland sind am 12.Oktober 2003 erneut zwei Schiffe unter Tankerbeteiligung kollidiert. Der schwedische Tanker »Omega af Donsö« geriet mit dem niederländischen Containerschiff »MSC Baltic« aneinander. Beide Dampfer waren bei beeinträchtigter Sicht einem Eisbrecher gefolgt. Es entstand leichter Sachschaden. Öl trat keines aus.
(Quelle: Stuttgarter Zeitung, 13.03.2003)

Binnentankschiff verursacht Ölteppich
Ein mit ca. 1000 to. Produkt beladenes Hamburger Binnentankschiff schlug nach Grundberührung in Höhe der Schleuse Sülfeld (Mittellandkanal bei Wolfsburg) leck. Die Ladung - ein Heizöl-Rohprodukt - trat teilweise in den Kanal aus. Nachdem Beamte der Wasserschutzpolizei die ca. 30 Kilometer lange Ölspur aufmerksam wurden, machte das Schiff zunächst fest. Die Ladung wurde später in andere Tankschiffe umgepumpt. Die im Einsatz befindlichen Feuerwehren nahmen größere Mengen Öl von der Wasserabfläche auf. (Quelle: Newsclick.de, 6.3.2003)

Lkw-Fahrer kam mit Gift in Berührung
Ein Fahrzeugführer kam beim Entladen seines Lkw im Neustädter Hafen in Bremen mit einem in Säcken verpackten, pulverförmigen Giftstoff in Berührung. Das Gefahrgut wurde durch die Feuerwehr geborgen, der Fahrer kam auf Veranlassung der Wasserschutzpolizei zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus. (Quelle: Nordwest Zeitung online, 5.3.2003)

Gas-Unfall im Pkw
Ein 73-jähriger Mann aus Iserlohn wurde schwer verletzt, als sich in seinem Pkw eine Verpuffung ereignete. Der Fahrer transportierte im Kofferraum seines Fahrzeuges zwei Camping-Gasflaschen.
(Quelle: Ruhr-Nachrichten, 29.02.2003)

Unzureichende Ladungssicherung:
Gefahrgut im Wasserschutzgebiet ausgetreten
Ein mit Gefahrgut beladener Klein-Lkw verlor am 27.Februar 2003 auf der Kreisstraße 1001 in einer scharfen Linkskurve bei Holzgerlingen/Mauren seine nicht hinreichend gesicherte gefährliche Ladung. Zehn Kanister fielen zu Boden und wurden derart beschädigt, dass der Inhalt austrat. Ca. 80 Liter einer flüssigen, entzündbaren Wand- und Bodenbeschichtungsfarbe ergossen sich auf die Fahrbahn und ins Erdreich. Die Unglücksstelle - das Maurener Tal - ist als Wasserschutzgebiet ausgewiesen. Zu den Aufräumarbeiten wurde schweres Gerät herangeführt, um auf Anweisung der Behörden mehrere Kubikmeter des Erdreiches auszubaggern und einer Sondermülldeponie zuzuführen. Die Straße wurde zeitweise gesperrt. Neben der Feuerwehr waren im Einsatz: Wirtschaftskontrolldienst, Umweltschutzbehörde des Landratsamtes und Straßenmeisterei.
(Quelle: Sindelfinger Zeitung, Stuttgarter Zeitung, 28.02.2003)

Wenn der Öltanker zweimal anklopft
Der Öltanker »Yevgeniy Titov« war vom Kollisionskurs offensichtlich nur schwer abzubringen. Gleich zweimal stieß er mit dem Frachtschiff »Bremer Saturn« vor der Ostseeküste Estlands zusammen. Die »Bremer Saturn« ist ein Schiff der in Leer ansässigen Reederei Briese Schiffahrt. Nach Mitteilungen der finnischen Küstenwache hatten die Schiffe die erste Kollision in der Nacht gemeldet. Danach saßen die Schiffe zunächst im Eis fest. Die »Yevgeniy Titov« hatte sich mit ihrem Bug im Heck der »Bremer Saturn« verkeilt. Nach ihrer Befreiung gerieten die Schiffe während eines Überholvorganges in einer engen Fahrrinne erneut aneinander. Die zweite Kollison geschah nur wenige hunderte Meter vom Ort des ersten Zusammenstoßes entfernt. Der Tanker hatte den Leeraner Frachter nunmehr an der Backbordseite gerammt.
Quelle: Pforzheimer Zeitung, 27.Feb.2003 / Ostfriesen-Zeitung, 28.Feb.2003)

Barge explodiert
In den Hafenanlagen von Staten Island vor der Südspitze New Yorks explodierte vermutlich während der Verpumpung ein Tankschiff. Bei der Tankerexplosion starben zwei Menschen. Flammen und Qualm über dem »Port Mobile« genannten Raffineriehafen erreichten eine Höhe von mehr als einhundert Metern. Nach ca. einer Dreiviertelstunde ließ das Feuer merklich nach. Nach Angaben des FBI besteht kein Terrorverdacht.
(Quelle: CNN, Die Welt, 22.Feb.2003)

Binnentankschiff verlor Kraftstoff
Das mit 1.1.54 to. Diesel beladene Binnentankschiff »Nordwind« aus Potsdam wurde in den Weseler Ölhafen gefahren und dort von einer Ölschlängelanlage eingekreist, weil es während der Fahrt - u.a. durch den Rhein-Herne-Kanal - Diesel verlor. Ein Taucher konnte das Leck an der Steuerbordseite ausmachen und abdichten. Ausser einem Polizeihubschrauber waren die Wasserschutzpolizei und die Weseler Feuerwehr (u.a. mit dem Feuerlöschboot) im Einsatz.
(Quelle: Neue Ruhr Zeitung, 4.Feb. 2003)

Mängelliste für 750 EUR
Auf der A93 bei Selb kontrollierte die Polizei einen ungarischen Gefahrgut-Lkw.
Hier die festgestellten Mängel auszugsweise und in Kurzform:
Fehlerhafte Beförderungspapiere, fehlende schriftliche Weisungen, ein unvorschriftsmäßiger Feuerlöscher. Bußgeldhöhe: EUR 750,--.
(Quelle: Frankenpost online vom 17.Feb. 2002)

»Ätzendes (Wasch-) Pulver«
Auf der Autobahn 1 zwischen Reinfeld und Lübeck-Moisling verlor ein 32-jähriger Fahrer die Gewalt über seinen belgischen Lkw. Das Fahrzeug kippte um und blockierte über mehrere Stunden zwei Fahrspuren in Richtung Bommerlunder. Am Unfallort stellte die Feuerwehr fest, dass es sich bei der Ladung um einen in Säcke verpackten Grundstoff zur Waschmittelherstellung handelte, der der GGVSE unterlag. Der Transport war jedoch nicht ordnungsgemäß gekennzeichnet. Fahrer und Beifahrer, die keinen ADR-Schein besaßen, hatten zunächst ausgesagt, sie hätten “Waschpulver” geladen. Fahrer, Beifahrer und das Transportunternehmen sind nun von einem Bußgeldverfahren betroffen. Nach Angaben der Einsatzkräfte bestand an der Unfallstelle keine Gefahr für Personen oder die Umwelt. Sachschaden: Ca. 16.000 EUR.
(Quelle: Welt.de, Hamburger Abendblatt, 17./18.Feb.2002)

Tanklastzug mit 33.900 Liter Benzin gestohlen
Nachdem die Polizei 35 Tage lang nach einem gestohlenen Tankauflieger mitsamt Zugmaschine gesucht hatte, wurde sie in Sarstedt für die lange Suche belohnt: Man fand den gesuchten Gefahrgut-Auflieger - mit einem Gerüst umbaut und von Planen verhüllt - auf einem Werkstatthof. Ende Dezember 2002 war der Lkw in Hannover gestohlen worden. Die Zugmaschine wurde nach Osteuropa verkauft, das Benzin zum halben Preis auf dem Schwarzmarkt offeriert. Zwei Tatverdächtige wurden verhaftet.
(Quelle: Hildesheimer Allgemeiner Zeitung)

Forderungen beim Verkehrsgerichtstag
Beim deutschen Verkehrsgerichtstag in Goslar wurden letztens u.a. folgende interessante Vorschläge unterbreitet:
a) Unfalldatenspeicher (“Blackbox”) für Gefahrgut-Kfz.
   (Die Forderung kommt vom GDV (Gesamtverband der dt. Versicherungs-
     wirtschaft)
b) Tempolimit für Klein-Lkw (“Sprinter”) bzw. Transporter.
   (Eine Forderung des Präsidenten des Verkehrsgerichtstages).
(Quelle: DVZ, 1./4.Feb.2003)

Gegenstände auf der Fahrbahn...
Auch beim Autobahnpolizeirevier Stuttgart werden die Beamten immer öfter zum Einsatz gerufen, weil von Kraftfahrzeugen verlorene Gegenstände auf den Fahrbahnen herumliegen und die Verkehrssicherheit gefährden. Deshalb soll die Überwachung der Ladungssicherung einer der Schwerpunkte der Verkehrsunfallbekämpfung des Jahres 2003 werden.
(Quelle: Eßlinger Zeitung, 3.Feb. 2003)

ATR-Absturz durch mangelnde Ladungssicherung?
Der Absturz eines ATR-72-202 Frachtflugzeuges der Transasia Airways vom 21.Dezember 2002 wurde möglicherweise durch unzureichende Ladungssicherung verursacht. Untersuchungsergebnissen zufolge könnte an Bord geladene und unzureichend gesicherte Fracht verrutscht sein, wodurch der Trim des Flugzeuges soweit beeinträchtigt wurde, dass die Maschine nicht mehr steuerbar war. Die ATR-72 war am 21.12.2002 um 01:05 Uhr Ortszeit in Taipei Chiang Kai Shek Airport (TPE) gestartet. Während des Fluges nach Macao stürzte die Maschine ins Meer. Die beiden Piloten kamen beim Absturz ums Leben. Zum Zeitpunkt des Unglückes herrschte schlechtes Wetter mit Orkanwinden.
(Quelle: Aero International, Feb. 2003)

Tankschiff-Kollision auf dem Rhein
Frühmorgens kollidierten zwei mit Dieselöl beladene Tankschiffe auf dem Rhein bei Leverkusen. Eines der beiden Schiffe lag vor Anker, als es von dem Unfallgegner nahe der Leverkusener Rheinbrücke gerammt wurde. Die Tanks blieben dicht, Verletzte waren nicht zu beklagen. Auch die übrige Schiffahrt auf dem Rhein wurde nicht wesentlich gestört. Löschboote der Feuerwehren Köln und Leverkusen waren im Einsatz.
(Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger, 5.Feb. 2003)

US-Tanker im Kattegat freigeschleppt
Nach zwei erfolglosen Anläufen haben Bergungsschiffe den im dänischen Kattegat nahe der Insel Samsö auf Grund gelaufenen, 179 Meter langen, US-Tanker »Acushnet« freigeschleppt, nachdem zuvor Ladung geleichtert worden war.
(Quelle: Ruhr-Nachrichten, 12.Feb. 2003)

Britische Küstenwache hielt Tanker fest
Die britische Küstenwache hat in schottischen Gewässern einen in Norwegen registrierten Öltanker festgehalten. Das 235 Meter lange und 106.000 Tonnen tragende Einhüllen-Schiff soll Risse aufgewiesen haben. Die Besatzung hatte den Eigner informiert, dieser die Behörden.
(Quelle: Südwest Aktiv, 7.Feb. 2003)

Neue Merkblätter der BG Chemie
Die Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie legt einige Merkblätter über die Beförderung gefährlicher Güter neu bzw. in aktualisierter Fassung auf. Die Neuauflagen waren u.a. durch die restruktierten Vorschriften des ADR 2001 erforderlich geworden. Das neue Merkblatt A002 »Gefahrgutbeauftragte« wird erstmals herausgegeben. Es enthält auch Formblätter, die kopiert werden können und den Gefahrgutbeauftragten die tägliche Arbeit erleichtern sollen.
In einer überarbeiteten Fassung werden die Merkblätter A013 »Beförderung gefährlicher Güter« und A014 »Gefahrgutbeförderung im Pkw« angeboten. Das Merkblatt A014 wird jedoch voraussichtlich erst ab Mai 2003 erhältlich sein.
Bezugsquelle: BG Chemie, Heidelberg. Fon: 06221-523-0, Fax: 06221-523323.
(Quelle: Sichere Chemiearbeit, Nr. 1/03)

Neue Regelungen für die Postbeförderung von Gefahrgut
Die Deutsche Post AG hat kürzlich erneut eine aktualisierte Version ihrer »Regelungen für die Postbeförderung von gefährlichen Stoffen und Gegenständen« bekanntgegeben. Die aktualisierten Regelungen gelten bereits ab dem 1.Januar 2003 (sind in Kraft!) und sind auch per Internet einsehbar bzw. erhältlich (Download von www.deutschepost.de - unter der Rubrik »AGB« sind die Regelungen eingestellt). Wichtigste Neuerungen: Die Deutsche Post AG akzeptiert im innerdeutschen Paketdienst ab dem 1.1.2003 keine Explosivstoffe der Klasse 1 mehr. Bei den gefährlichen Gütern der Unterklasse 5.1 sind nun - unter gewissen Prämissen - auch Stoffe der UN 1479 erlaubt.

Kind sprüht in Boeing mit Tränengas
Während des Fluges einer Boeing 737 über Madagaskar spielte ein Kind mit der Tränengasdose seines Vaters und drückte auf den Sprühkopf. Wegen kontaminierter Atemluft ging der Pilot des Jets von 10.000 auf 5.000 Meter herunter. Die Atemmasken wurden ausgelöst. Wegen des Vorfalls wurde der Vater von der Fluggesellschaft gerügt.
(Quelle: BILD, 28.Jan.2003)
Bemerkung:
Nach den Bestimmungen der Gefahrgutvorschriften der IATA für Passagiere und Besatzungs-
mitglieder ist Tränengas auf der Person, im Handgepäck und im aufgegebenen Gepäck verboten (siehe Tabelle 2.3.A der IATA-DGR).


Gefahrgut-Lkw rammt Anhänger auf BAB
Ein mit 23.000 L Wasserstoffperoxid beladener Gefahrguttransporter hat morgens gegen 7.30 Uhr auf der Autobahn BAB7 bei Westhausen einen auf dem Standstreifen stehenden Anhänger eines anderen Lastzuges gerammt.
Dieser Anhänger eines mit einer Panne ausgefallenen Lkw sollte gerade abgeschleppt werden, als der Gefahrgut-Lkw auffuhr. Offensichtlich war der 44-jährige Fahrer des auffahrenden Lkw unaufmerksam gewesen. Durch den Aufprall wurde das Füherhaus des auffahrenden Lkw abgerissen. Die gefährliche Ladung trat nicht aus. Unfallfolgen: Ein Leichtverletzter, hoher Sachschaden, kilometerlange Staus.
(Quelle: Schwäbische Zeitung, 27.Jan.2003)

Prestige, die x-te
Eine Wissenschaftlerkommission, eingesetzt vom spanischen Regierungschef Aznar, hat Befürchtungen geäußert, dass die Tanks des in großer Tiefe liegenden Wracks der Prestige platzen würden. Über den Zeitpunkt kann man jedoch nur Vermutungen anstellen, da es keine Daten gebe, wie schnell Metall in solcher Wassertiefe verrosten würde. Schätzungen belaufen sich auf ca. 23 bis 40 Jahre. Andere Experten vermuten, dass bereits heute der größte Teil der Ladung ausgelaufen ist. Unstrittig scheint zu sein scheint, dass die Prestige an einem denkbar ungünstigen Ort - in viel zu großer Tiefe - gesunken ist. Für Bergungsarbeiten mit heutiger Technologie scheint das Wrack zu tief zu liegen. Das niederländische Bergungsunternehmen »Smit« will dennoch versuchen, das Schweröl abzupumpen. Alternativ ist mitlerweile auch die Bedeckung des Wracks mit großen Zementmengen vorgeschlagen worden.
(Quelle: Ostthüringer Zeitung, 28.Jan.2003)

Remscheider Kontroll-Statistik
Kreisweit wurden im Jahr 2002 952 Lkw und Busse überprüft. Davon wurden 383 beanstandet. Insgesamt 53 Gefahrguttransporte wurden überprüft. Davon wurden 5 Transporte wegen unzureichender Ladungssicherung beanstandet.
(Quelle: Remscheider GA, 28.Jan.2003)

Tanklastzug havariert
Auf der Autobahn A9 in Höhe Potsdam havarierte ein mit Salpetersäure beladener dänischer Gefahrgut-Lkw. Aus einem 50 cm langen Riss in einem der drei Kammern des 5.800 Liter fassenden Fahrzeuges trat Ladung aus. Der Fahrer stoppte sein Fahrzeug, nachdem die Havarie bemerkt worden war. Ein Großeinsatz der Feuerwehr folgte. Die Autobahn war zeitweise in beiden Richtungen gesperrt. Weil sich eine schädliche Wolke gebildet hatte, wurden Bewohner eines naheliegenden Dorfes vorübergehend aufgerufen, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Einsatzkräfte der Feuerwehr arbeiteten unter Vollschutz und pumpten die Ladung in unbeschädigte Kammern. Wieviel Produkt im Rahmen der Havarie ausgetreten war, war zunächst nicht zu ermitteln. Teile der Fahrbahn mussten abgetragen werden. Gutachter und Polizei ermitteln, um die Ursache des Produktaustritts zu ermitteln.
(Quelle: Berliner Morgenpost, 30.Jan.2003)

Gefahrgut-Lkw umgestürzt
Auf der Kreisstraße 7914 zwischen Ausnag und Legau stürzte kurz nach 15 Uhr bei Schneeglätte ein mit circa drei Tonnen Propangas beladener Lkw um. Der Fahrer wurde bei dem Unfall leicht verletzt, die Tanks des in den Straßen- graben geratenen Transportfahrzeuges hielten dicht. Ein Mobilkran half mit, den Unfallwagen zurück auf die Straße zu befördern. Die Polizei schätzte den Sachschaden auf ca. 25.000 EUR. An der Unfallstelle soll Motoröl ausgetreten sein.
(Quelle: Schwäbische Zeitung, 29. Jan. 2003)

Ladungssicherung: 10.000 schlechte Beispiele
Unzureichende Ladungssicherung ist ein weit verbreitetes Übel: Auf dem Laptop eines Polizeikommissars des Schwerverkehrs-Kontrolltrupps der Verkehrsdirektion Schifferstadt befinden sich nach eigenen Angaben mittlerweile über 10.000 Bilder, auf denen zu sehen sei, wie falsch geladen wurde.
(Quelle: Rheinpfalz Online, 31.Jan. 2003)

Tanklastzug umgekippt
Auf der Landesstraße 260 zwischen Mooshausen und Tannheim musste nach Angaben des Fahrers ein 18-to.-Tanklastwagen einem entgegenkommenden Fahrzeug ausweichen und kam dabei auf den unbefestigten Seitenstreifen. Dabei sanken die Räder ein und der Lastwagen kippte zur Seite. Der Fahrer blieb unverletzt. Die örtliche Feuerwehr sowie die Werkfeuerwehr der Firma Böhringer kam zum Einsatz. Das geladene Heizöl wurde in ein Ersatzfahrzeug umgepumpt. Die Polizei untersucht nun, ob der Fahrzeugführer des Gefahrgutfahrzeuges wegen der herrschenden Witterungsbedingungen nicht verpflichtet gewesen wäre, einen Parkplatz aufzusuchen.
(Quelle: Schwäbische Zeitung, 30.Januar 2003)

Indien: Bus kollidiert mit Chemie-Lkw
Auf einer Fernstrasse auf dem Weg nach Kalkutta stieß ein indischer Bus mit einem mit entzündbarem Lösungsmittel beladenen Lastwagen zusammen. Der für 38 Passagiere zugelassene, aber mit deutlich mehr Fahrgästen besetzte Bus stand sofort in Flammen. 42 Menschen verbrannten bis zur Unkenntlichkeit, weitere 15 Passagiere erlitten Verletzungen. Als mögliche Unfallursache gilt Nebel. Der Lastwagen-Fahrer soll nach Polizeiangaben bereits zuvor zwei kleinere Unfälle gehabt haben.
(Quelle: news.ch, 28.Jan. 2003)

Spanplatte im Segelflug
In Detmold verlor der Fahrer eines Muldenkippfahrzeuges während der Fahrt eine nicht hinreichend gesicherte Spanplatte. Die Spanplatte flog durch die Luft und traf auf die Windschutzscheibe eines entgegenkommenden Fahrzeuges. Der Fahrer blieb unverletzt.
»Bild« titelte: »Gefährliche Spanplatte«.
(Quelle: BILD, 30.Jan.2003)

Tankfahrzeug umgestürzt
Infolge überhöhter Geschwindigkeit kam ein 32-jähriger Fahrer eines mit 20.000 Litern beladenen Tankfahrzeuges auf der Autobahn A1 von der Fahrbahn ab. In Höhe der Ausfahrt Wittlich durchbrach das Fahrzeug die Leitplanke und kippte um. Der Fahrer blieb unverletzt, Gefahrgut trat nicht aus und wurde in ein Ersatzfahrzeug umgepumpt. Für die aufwändigen Bergungsarbeiten musste die Autobahn halbseitig  gesperrt werden. Ausserdem musste eine Starkstromleitung der RWE stromlos geschaltet werden, da der verunfallte Tankauflieger unter einem Hochspannungsmasten zu Liegen kam. Den Großeinsatz fuhren neben der Wittlicher Feuerwehr die Autobahnpolizei Schweich, die Autobahnmeisterei Wittlich und eine Bergungsfirma mit Mobilkran.
(Quelle: Trierischer Volksfreund, 28.Jan.2003)

Eiliges Gefahrgut
Im Rahmen von Geschwindigkeitskontrollen auf der unfallträchtigen Landstraße 116 ging der Polizei auch ein »blitzschneller« Gefahrgut-Transporter ins Netz: Der Faher war 25 km/h zu schnell unterwegs und muss nun mit einer Anzeige rechnen.
(Quelle: Neuss-Grevenbroicher Zeitung, 28.Jan. 2003)

Ladungssicherung in Giessen kontrolliert
Im Rahmen ihrer Kontrollen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit kontrollierte die Gießener Polizei am 23.Jan.2003 u.a. auch elf Lastwagen in punkto Ladungssicherung. Einem Lkw-Lenker wurde wegen Ladungssicherungs- Mängeln die Weiterfahrt untersagt.
(Quelle: Gießener Anzeiger, 24.Jan.2003)

Ostsee: Tanker »gestoppt«
Dänische Schiffahrtsbehörden haben den in Liberia registrierten Einhüllen- Öltanker »Kapitän Stankov« gestoppt, nachdem ein an Bord befindlicher Lotse Steuerungsprobleme gemeldet hatte. Das Schiff war lediglich über die Notsteuerung zu manövrieren. Der für eine russische Reederei fahrende Tanker war auf einer Reise von einem estnischen Hafen nach Antwerpen. Die dänische Behörde forderte den Kapitän auf, den nächst gelegenen Hafen (Gedser) zwecks Reparatur anzulaufen. Die Schiffsführung kam dieser Aufforderung nach. Bei einer Weigerung des Kapitäns hätte es keine rechtlich zulässige Handhabe zum Stoppen oder Umleiten des Tankers gegeben.
(Quelle: Ostsee-Zeitung, 22.Jan.2003)

Pkw rammt Gefahrgut-Lkw
In Bad Schussenried prallte ein mit nicht angepasster Geschwindigkeit fahrender Pkw auf der Landesstraße 283 frontal in einen mit Gefahrgut beladenen Sattelzug. Der Pkw-Fahrer wurde schwer verletzt, der Lkw-Fahrer blieb unverletzt. Am Pkw entstand Totalschaden. Der Lkw war unfallbedingt nicht mehr fahrbereit. Gefahrgut wurde nicht freigesetzt. Die Ladung wurde in ein Ersatzfahrzeug zur Weiterbeförderung umgeladen.
(Quelle: Schwäbische Zeitung, 21.Jan.2003)

Autobahn 45: Tankzug in Flammen
Frühmorgens um 5.15 Uhr rückte die Feuerwehr aus, um einen brennenden
32 to.-Tanklastzug (Ladung: Diesel) auf der Autobahn A45 (Sauerlandlinie) in Höhe Dortmund-Westerfilde zu löschen. Das Feuer war durch einen technischen Defekt im Motorraum ausgebrochen. Die Zugmaschine brannte total aus, der mit Gefahrgut beladene Tankauflieger wurde mit Wasser gekühlt und konnte gerettet werden. Der Fahrer erlitt einen Schock. Während der Löscharbeiten war die Autobahn in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Es gab deshalb lange Staus.
(Quelle: Ruhr-Nachrichten, 21.Jan.2003)

Bunkerölschiff vor Spanien gesunken
Nahe Gibraltar sank vor der spanischen Küste das ca. vierzig Meter lange und 1.000 to. tragende Bunkerölschiff »Spabunker IV«. Der Kapitän kam ums Leben, zwei weitere Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden. Die SpabunkerIV sank infolge eines Lecks und liegt nun in ca. 50 Meter Tiefe.
(Quelle: Der Standard, 21.Jan.2003)

Baumstämme demolieren 150 Meter Leitplanke
Ein 37-jähriger Lkw-Fahrer eines dänischen 40 to.-Lkw verlor morgens gegen 9.30 Uhr auf der BAB 7 in der Nähe des Rendsburger Kreuzes ca. 50-60 Stück nur mangelhaft gesicherte kleinere Baumstämme. Die von der Ladefläche herabgefallenen Baumstämme beschädigten ca. 150 Meter Leitplanke.
(Quelle: Verkehrspolizeidirektion Schleswig-Holstein, 20.Jan.2003)

Prestige: Jojo-Ölpest
An der französischen Küste zwischen Biarritz und Arachon klagt man über eine »Jo-Jo-Ölpest«: Immer wieder werden - mittlerweile gut zwei Monate nach dem Untergang des Öltankers Prestige - handflächengroße Ölklumpen angespült und verunreinigen auch bereits gesäuberte Küstenabschnitte erneut. Neben freiwilligen Helfern waren ca. 800 Feuerwehrleute und Militärangehörige zur Säuberung der Küstenabschnitte eingesetzt.
(Quelle: Der Standard, 19.Januar 2003)

Lastwagen rammt Straßenbahn
Im niedersächsischen Laatzen kam morgens gegen 7.55 Uhr ein mit Gefahrgut beladener Lastwagen aus ungeklärter Ursache von der Straße ab und fuhr einige Meter auf den Gleisen der Stadtbahnlinie 2 weiter. Auf den Gleisen kam es zum Frontalzusammenstoß mit einer darauf verkehrenden Straßenbahn, die entgleiste. Der Straßenbahnfahrer und der Lkw-Lenker wurden verletzt, die Fahrgäste kamen mit dem Schrecken davon. Die Laatzener freiwillige Feuerwehr übernahm die Bergung der vom Lastwagen gestürzten Fässer, die ätzende Batteriesäure und Kaltreiniger enthielten. Zwei beschädigte Fässer wurden in Bergungsfässern abtransportiert. Vorsichtshalber arbeiteten die Einsatzkräfte der Feuerwehr während der Bergung der Lastwagen-Ladung in Schutzanzügen und unter Atemschutz.
(Quelle: Neue Presse, Hannoversche Allgemeine, 16.01.03)

Tanklastzug bei Glätte verunfallt
Am Morgen des 13.Januar verunfallte ein mit flüssigem Wasserstoff beladener Tanklastzug im Autobahnkreuz Olpe (BAB 45, Sauerlandlinie). Das Fahrzeug des 43-jährigen Fahrers war auf der glatten Fahrbahn ausser Kontrolle und in die Mittelleitplanke geraten. Ein nachfolgender Pkw fuhr auf. Das Abpumpen der gefährlichen Ladung des Tankzuges musste von der Gegenfahrbahn aus erfolgen, woraus eine Vollsperrung der Autobahn resultierte. Verletzt wurde niemand. Geschätzter Sachschaden: Mehrere hunderttausend EUR.
(Quelle: Meinerzhagener Zeitung, 14.01.03)

Handwerker sichern »Sprinter-Ladung« oft unzureichend
Nach jüngsten Angaben des Pressesprechers der Verkehrspolizeidirektion Schleswig-Holstein anlässlich der im Dezember 2002 durchgeführten »Sprinter-Kontrollen« fallen insbesondere die Fahrzeuge von Handwerksfirmen
bei Ladungssicherungskontrollen unangenehm auf. Mit diesen Fahrzeugen werden teilweise auch gefährliche Güter (z.B. Gasflaschen oder entzündliche Flüssigkeiten) zur Baustelle befördert. Man kann davon ausgehen, dass die sogenannten »Sprinter-Kontrollen« auch im Jahr 2003 fortgeführt werden. (Quelle: DVZ, 11.01.03)

Tankschiff versenkt Schleusenteile
Ein deutsches Tankschiff legte die Hirschhorner Schleuse vorübergehend lahm, als es beim Schleusenmanöver mit dem Steven gegen ein Schleusentor stieß und sich mit einem Anker darin verfing. Infolge der Kollision rissen der Schleusentoraufsatz und die Stoßfangeinrichtung ab und versanken im Wasser. Der im Schleusentor verhakte Schiffsanker rauschte aus und folgte mitsamt Kette. Erst mittels eines vom Wasser- und Schiffahrtsamt eingesetzten Schwimmkrans und der Unterstützung von Tauchern gelang es, die versunkenen Teile aus der Schleusenkammer zu bergen. Das ansonsten unbeschädigte Tankschiff machte bis zum Abschluss der Bergungsarbeiten am Oberwasser der Schleuse fest. (Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung, 15.01.03)

Ladungssicherung für Schüttgüter
Auch Schüttgutladungen (hier: Bauschutt) dürfen nur befördert werden, wenn die Anforderungen an eine ordnungsgemäße Ladungssicherung erfüllt sind. Ein Lkw-Fahrer einer Dortmunder Spedition hatte am 27. Mai 2002 ein Bußgeld über 35,- EUR erhalten, als eine Streife der Autobahnpolizei seinen Sattelzug auf der Sauerlandlinie (A45) aus dem Verkehr zog, weil das Fahrzeug wegen nicht abgedeckter Ladung eine Staubfahne hinter sich her zog. Die Polizisten erklärten, dass der lose Bauschutt nur in mit Planen abgedeckten Fahrzeugen befördert werden dürfte. Den vom Chef des Fahrers unterstützten und vom Lkw-Fahrer eingelegten Einspruch gegen den Bußgeldbescheid wies das Dortmunder Amtsgericht nun zurück, da Ladung grundsätzlich gesichert werden muss. Das Problem für den Dortmunder Fuhrunternehmer: Seine Lkw lassen sich nicht mit Planen »nachrüsten«, sind jedoch für die Transporte fest eingeplant. (Quelle: Ruhr-Nachrichten, 9.1.2003)

»Sprinter«-Fahrer von eigener Ladung getötet
Nach Polizeiangaben wurde ein Fahrer eines Klein-Lkw auf der Autobahn A8 nahe Pforzheim bei einer Vollbremsung von einer verrutschenden Kiste getötet. Ursache: Mangelnde Ladungssicherung. Der Vorfall ereignete sich bereits 2002. (Quelle: Einem Bericht der DVZ vom 4.1.2003 entnommen)

ADR/RID 2003 soll verkündet werden
Als 16. ADR-Änderungsverordnung (10. RID-Änderungsverordnung) sollen die neuen Inhalte des ADR/RID 2003 in Kürze verkündet werden. Erst zum Frühjahr ist die Änderung der GGVSE (Gefahrgutverordnung Straße/Eisenbahn) zu erwarten. Um die Anwendung des neuen ADR/RID zuzulassen, werden Bund und Länder in Kürze eine neue Duldungsvereinbarung bekanntgeben, nach deren Inhalt die Vorschriften des ADR/RID 2003 ab 1.1.2003 (rückwirkend) angewendet werden dürfen.

Kombiverkehr: Gefahrgut Ostsee nur mit Container-Packzertifikat
Für Container, Wechselbehälter und Fahrzeuge, die mit Kombiverkehr über die Ostsee befördert werden sollen, ist ab 1. Januar 2003 ein CTU-Packzertifikat nach den Richtlinien der IMO/ILO/UN ECE für das Packen von Beförderungseinheiten notwendig. Die Dokumente sind bei den Agenturen der Kombiverkehr einzureichen. Die Maßnahmen dienen der Verbesserung der Ladungssicherung im Seeverkehr (siehe auch unter Ladungssicherung auf dieser Web-Seite). Info: Kombiverkehr.

Türkischer Tanker rammt Wrack im Ärmelkanal
Das türkische Tankschiff »Vicky« ist im Ärmelkanal mit dem Wrack des gesunkenen RoRo-Schiffes »Tricolor« kollidiert. Unterschiedlichen Angaben zufolge war die 77.000 Tonnen tragende »Vicky« mit Dieselöl oder Kerosin beladen. Nachdem man nach der Kollision zunächst Produktgeruch festgestellt hatte, wurde Alarm gegeben. Der Tanker konnte bei steigendem Wasserstand aus eigener Kraft vom Wrack loskommen. Trotz mehrerer Schäden an der Aussenwand des Schiffes sind die Tanks offenbar dicht geblieben. Nach Behördenangaben bestand keine Gefahr für die Umwelt. Warum die 1981 gebaute »Vicky« auf das Wrack auflief, blieb unklar. Das Wrack des Autotransporters »Tricolor« ist durch fünf Bojen markiert. Bereits am Dezember - ca. 2 Wochen nach dem Untergang der »Tricolor« - wurde das Wrack vom deutschen Frachter »Nicola« gerammt, der freigeschleppt werden musste.
Die im Jahre 1987 gebaute norwegische »Tricolor« liegt beladen mit 2.862 Luxus-Autos aus europäischer Produktion und 77 in Zeebrügge geladenen Containern in ca. dreißig Metern Wassertiefe auf dem Grund des Ärmelkanals.
Das Schiff war im Dezember 2002 auf dem Weg von Southampton ins englische Southampton, als es mit dem auf den Bahamas registrierten Containerschiff »Kariba« kollidierte. Die »Kariba« wurde schwer beschädigt, konnte ihre Fahrt jedoch fortsetzen, während die »Tricolor« sank.
(Quellen: Westfälische Allgemeine Zeitung, Ruhr-Nachrichten, WDR2, Kurier)

Wrack der Prestige: Berstgefahr
Die Tanks der mit zigtausend Tonnen Schweröl gesunkenen »Prestige« drohen aufgrund der Druckdifferenzen in 3.500 Meter Tiefe am Meeresgrund des Atlantiks womöglich zu bersten. Naturschützer warnen vor einem Desaster. Zurzeit liegen keine neuen Informationen über den Zustand der Tanks vor, weil das tieftauchende Spezial-U-Boot »Nautile« wegen rauher See nicht eingesetzt werden kann. Unterschiedlichen Angaben zufolge sollen die Öltanks des Wracks jedoch ca. 20-26 Undichtigkeiten aufweisen, durch die täglich tonnenweise Ladung freigesetzt wird. Naturschützer fordern ein Abpumpen des Öls. Ein solches Manöver ist in diesen Tiefen noch nicht praktiziert worden. (Quelle: Kurier, Wien)

Frankreichs Marine drängt griechischen Alt-Tanker ab
Mit einer »Maßnahme modernen Rechts«, so die Hochsee-Präfektur in Rennes, hat die französische Marine den 16 Jahre alten griechischen Einhüllen-Tanker »Kriti Filoxenia«, der mit 42.000 to. Öl aus Norwegen kam, aus den französischen Hoheitsgewässern verwiesen. Der Tanker wurde aufgefordert, sich ausschliesslich ausserhalb der 200-Meilen-Zone zu bewegen. Bei seiner weiteren Reise wurde der griechische Tanker von spanischen Behörden aufmerksam beobachtet. Bei einem spanisch-französischen Gipfeltreffen in Malaga war im November 2002 anlässlich des Prestige-Untergangs vereinbart worden, dass Einhüllentanker, die älter als fünfzehn Jahre sind, nicht mehr in die Hoheitsgewässer einlaufen sollen. (Quelle: Kurier, Wien)

Prestige und kein Ende: Öl jetzt auch an Frankreichs Küste
Immer neue Ölteppiche unterschiedlicher Größe werden auf dem Atlantik entdeckt. Die Bekämpfung wird immer wieder durch schlechtes Wetter behindert. Ölklumpen verschmutzen mittlerweile auch die französische Küste.
(Quellen: ARD, ZDF, WDR2)

Schiffsicherheit im Seeverkehr:
Zustandsbewertungsschema und Zirkular MEPC/Circ.390
Im Bundesanzeiger Nr. 241 vom 28.12.2002 wurden die Bekanntmachungen der vom Ausschuss für den Schutz der Meeresumwelt am 27. April 2001 angenommenen Entschließung MEPC.94(96) »Zustandsbewertungsschema« (Seiten 26640 ff.) und des vom Ausschuss für den Schutz der Meeresumwelt der Internationalen Seeschiffahrts-Organisation (IMO) angenommenen Zirkulars MEPC/Circ.390 vom 22.März 2002 veröffentlicht.
Quelle: Bundesanzeiger

Stolpe-Paket zur Tankersicherheit vorgestellt
Bundesverkehrsminister Stolpe hat auf einer Pressekonferenz ein Programm zur Verbesserung der Tankersicherheit zur See vorgestellt. Mit dem Programm soll das EU-Paket zur Verbesserung der Tankersicherheit zügig in deutsches Recht umgesetzt werden. Die Stolpe-Punkte für Deutschland: Vorgeschriebene Fahrtrouten, Lotsenpflicht, 40 Tanker-Notliegeplätze, erhöhte Haftungssumme (1 Mrd EUR), Anlaufverbot für Einhüllen-Tanker ab Mitte 2003, vorzeitiges Einführen des AIS (siehe auch News 2002). (Quelle: DVZ)

Drei Verletzte bei Gefahrgut-Unfall in Glinde
In Glinde wollte ein 31jähriger Gabelstapler-Fahrer einen Stapel Leerpaletten anheben. Hinter dem Leerpaletten-Stapel befand sich ein Fass, welches von einem Gabelzinken getroffen wurde, leckschlug und leer lief. Auch ein zweiter Mitarbeiter und ein Kraftfahrer befanden sich nahe des beschädigten Fasses. Alle drei Personen kamen ins Krankenhaus. Örtliche Feuerwehren und die Werkfeuerwehr kamen zum Einsatz, die Flüssigkeit wurde gebunden.
(Quelle: In-Online.de)

Neue Abteilung Verkehrssicherheit beim BGL
Ab dem 1.1.2003 wird eine neu gegründete Abteilung Verkehrssicherheit des Bundesverbandes Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung ihre Arbeit aufnehmen. Unter der Leitung des beim BGL auch für Gefahrgutrecht zuständigen Dr. Werner Andres wird sich die Abteilung Verkehrssicherheit insbesondere mit dem Problemkreis der Ladungssicherung im Straßenverkehr befassen. (Quelle: DVZ)

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