Home
what we do
Schulung
Publikationen
Prospekte
Kontakt, FAQ
Impressum

 Site Map   Index

say it in english

Last Update:
26.Apr.2012

Ladungssicherung, Schulungen

Ladungssicherheit

Kurioses

Kurioses
aus der Welt des Gefahrguts, der Ladungssicherung und des Transportes


                                          
Mullbinden-Zurrgurt
Eine Streifenwagen-Besatzung auf der B 442 traute ihren Augen nicht: In »rasanter Fahrt« begegnete ihnen ein VW-Passat mit Sofa-Dachladung. Der weit aus dem Fenster lehnende Beifahrer war vollauf  bemüht, das Sitzmöbel mit beiden Armen in Position zu halten. Der VW Passat wurde von der Streifenwagen-Besatzung sofort aus dem Verkehr gezogen. Der Fahrzeugführer erhielt eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen mangelnder Ladungssicherung. Dazu noch eine Mängelanzeige, weil der Erste-Hilfe-Kasten nicht mehr vollständig war. Der Fahrzeugführer hatte versucht, die Ladung mit einer Mullbinde aus dem Verbandskasten auf dem Wagendach zu befestigen.
(Quelle: Pyrmonter Nachrichten, 30.07.2003)

Tempo-Dreirad
Die »Tempo-Dreiräder« waren als kleine Lastenesel der frühen Nachkriegszeit und Wirtschaftswunderzeit legendär. Auf der österreichsichen Autobahn A2 in Kärnten ist jetzt ein Nachfolge-Modell von der Polizei gestoppt worden. Die Streife der Gendarmerie stoppte den deutschen Lastkraftwagen, der nach einer Reifenpanne bereits rund 50 Kilometer dreirädrig zurückgelegt hatte. Der Fahrer, der den Reifendefekt bemerkt hatte und das komplette Hinterrad von der Felge montiert hatte, um die Fahrt zwar nur »dreirädrig«, dafür aber mit mehr als 80 Km/h und teilweise auf der Überholspur fortzusetzen, entschuldigte sich damit, er habe keinen Wagenheber an Bord gehabt.
(Quelle: Kurier, Wien, 21.12.2002)

Schicke Warntafel
Die Polizeibeamten des Präsidiums Frankfurt/Main staunten nicht schlecht, als sie den Lastkraftwagen kontrollierten. Der Fahrer hatte die orangefarbene Warntafel gesetzt, um einen Gefahrguttransport zu signalisieren. Geladen hatte er jedoch Glasbausteine. Der Fahrer gab an, die Warntafel gesetzt zu haben, weil sie ihm gefallen habe.
(Quelle: Frankfurter Rundschau, 03.09.2002)

Lange Finger zurren nicht
Die Einbrecher in Dortmund büßten ihr Diebesgut in einer scharfen Kurve ein: Der »ungesicherte« Tresor fiel ihnen vom Fahrzeug und landete unsanft auf der Straße. Ein Passant alarmierte die Polizei. Doch erst mit Hilfe der Feuerwehr und einer Seilwinde gelang es, den immerhin 300 Kilogramm schweren Geldschrank zu bergen...
(Quelle: Ruhr-Nachrichten vom 20.08.2002)

Angst sollte Seele aufessen - doch Zoll ist toll!
Das hatten sich die schweren Jungs so gedacht: Mit einem Gefahrgut-Lkw an der Grenze vorfahren, weil so ein Fahrzeug aus Angst vor den gefährlichen Eigenschaften der Ladung von den Zöllnern nicht kontrolliert werden würde...
Falsch gedacht, denn jetzt steht nachweislich fest, dass ein deutscher Zöllner keine Angst vor Gefahrgut kennt.
Als in den Morgenstunden des 23.02.2002 ein kroatischer Lkw-Fahrer mit seinem Tanklastzug beim Zollamt Waidhaus vorfuhr, war das Fahrzeug alles andere als unproblematisch zu kontrollieren. Der Fahrer meldete das Fahrzeug zwar als »leer«, doch nach der Kennzeichnung handelte es sich um einen Gefahrguttransport mit Ammoniaklösung. Das müssen die Zöllner wirklich ätzend gefunden haben, denn sie riefen die Feuerwehr zur Unterstützung herbei. Spezialkräfte der Feuerwehr mit Atemschutzausrüstung öffneten schließlich den »Tanker« und überprüften ihn auf Schmuggelgut. In der Heckkammer des Fahrzeuges befand sich tatsächlich eine gewisse Restmenge Ammoniak, doch der vordere Teil des Tankaufliegers war für Schmuggelzwecke professionell präpariert worden: Nach Öffnung der Stahlaußenhaut konnte eine 50 x 50 cm große Einstiegluke freigelegt werden, die mit einem speziell konstruierten Deckel verschlossen war. Nach Öffnung dieser Luke durch die Feuerwehr konnte das “Gefahrgut”   geborgen werden: Zwei Millionen Stück Zigaretten (10.000 Stangen) der Marke “Sovereign” für den lukrativen englischen “Markt”. Während daraufhin bei den Zöllnern und den Feuerwehrkräften der Respekt vor der gefährlichen Ladung verrauchte, war es für den kroatischen Fahrer des Tankzuges zum Verduften zu spät: Er wurde ganz souverän festgenommen.
Das Zollfahndungsamt und die Staatsanwaltschaft Regensburg nahmen die Ermittlungen gegen die Hintermänner auf. Quelle: Deutscher Zoll.

Ladungssicherung »wie gemalt«
Ein dänischer Transportunternehmer fiel durch besondere Kreativität bei der Ladungssicherung auf: Die Holzladung auf seinem Lastwagen war durch Gurte gegen das Verrutschen der Ladung gesichert. Bei näherem Hinsehen waren diese Gurte jedoch nur aufgemalt.
(Quelle: DVZ, Deutsche Verkehrs-Zeitung vom 01.06.2002)

»Triple Seven« geht Startbahn auf den Leim
Eine Boeing 777 der British Airways mit 140 Passagieren an Bord legte einen planmäßigen Zwischenstopp auf Antigua ein. Beim Einschwenken auf die Startbahn wurde die Maschine dann “geleimt”. Der Grund: Die Piste war in der Nacht zuvor bei Ausbesserungsarbeiten frisch asphaltiert worden. Es blieb zunächst unklar, wie die kleben gebliebene »Triple Seven« aus dem Teer befreit werden sollte. (Datum: 30.05.2002 - Quelle: Kurier online)

Mangelnde Ladungssicherung: Bier geplündert!
In einer engen Kurve in Castrop-Rauxel-Merklinde verlor ein Lkw (Curtainsider) große Teile seiner Ladung, die aus 1280 vollen Bierkisten bestand. Kaum lag die Ladung auf der Straße, eilten größere Gruppen Merklinder Bürger herbei, um bei den Aufräumarbeiten auf freiwilliger Basis zu “helfen”. Machtlos mußte der Lkw-Fahrer mitansehen, wie sein verlorenes Trinkgut kistenweise den Besitzer wechselte, denn ein herbeigerufener Streifenwagen wurde wegen eines Wohnungseinbruches wieder abgezogen. Einige Plünderer realisierten gar neueste Logistikkonzepte des »Outdoor Crossdocking«: Mit Kleintransportern wurde Beutegut aufgeladen und abtransportiert. Nach dem Wiedereintreffen der Polizei konnten die Plünderungen nur mit Mühe unterbunden werden. Am Ende blieb die Erkenntnis, dass ein Großteil des vorzeitig abgeladenen Bieres unerlaubt abgeflossen war und dass mangelnde Ladungssicherung ganz schön durstig machen kann.
(22.05.2002 - Quelle: Ruhr-Nachrichten)

Selbst tanken jetzt auch in der Tankstellenversorgung
Als dem 43jährigen Tankstellenbesitzer in Castrop-Rauxel-Frohlinde der Sprit ausging, hatte er eine zündende Idee für einen spritzigen Transport: Gegen 22 Uhr fuhr er zu einer Tankstelle in Dortmund und tankte dort 1.000 Liter Ottokraftstoff. In Ermangelung eines eigenen Tankfahrzeuges befüllte er diverse Fässer und Kanister, die er auf seinen Anhänger verladen hatte. Nach Ankunft an seiner eigenen Tankstelle füllte er den Kraftstoff in seine Tanks um. Anwohner, die den Benzingeruch bemerkten, riefen die Polizei, die den Tankwart während der Umfüllarbeiten antraf. Mehrere Liter Benzin waren vom Anhänger auf die Straße geflossen und die Kanister und Fässer waren für die Beförderung von Benzin nicht zugelassen. Es wurde Anzeige erstattet. Das Fachkommissariat für Umweltdelikte ermittelte.
(24. April 2002 - Quelle: Ruhr-Nachrichten)